Hier mal eine Antwort auf deine Frage Larkin

Ich dachte ich poste mal n Auszug aus dem nächsten Roman (Ich überleg mir noch ob ich ihn anfange oder nicht)
Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Eigentlich wollte ich es gar nicht posten weil ich selber damit irgendwie nicht zufrieden bin. Und los gehts....
Der Manhatten RipperDie Strahlen der untergehenden Sonne verblassten über Manhatten und der Abschaum der Nacht kam aus ihren Löchern gekrochen
wie eine Herde tollwütiger Hunde auf der Suche nach frischem Fleisch.
Trickdiebe die ihre schmutzigen Finger täglich nach neuen Geldbörsen austreckten und vor keiner Dreistigkeit zurückschreckten.
Vergewaltiger und Triebtäter, Raubmörder und Gangs die in manchen Stadtteilen ganze Strassen beherrschten. Alle waren sie aus ihrem Versteck
gekommen. Manhatten war in dieser Nacht wieder überfüllt von gesetzlosen. Von Zuhältern und Frauen die ihren Körper für ein wenig Geld verkauften.
Das Rotlichtmilliue sah aus der Vogelperspektive aus wie ein blutroter Streifen und die Männer waren auf der Suche nach ein wenig Sex und Kokain.
Im inneren der Stadt pochte die Ader der Kriminalität wie das Herz eines Neugeborenen und irgendwo dort draussen war ein einsamer
Schatten auf der Suche nach einer Frau. Einer Frau für die Nacht.
Er durchstreifte eine Seitengasse und ging vorbei am Abschaum, der auf den Strassen lag und richtete seinen Blick auf unzählige Penner
die ihr Quartier für die Nacht in Papkartons bezogen.
In den Pfützen spiegelte sich der Charakter dieses Viertel wieder. Spritzen und Nadeln schwammen darin wie ein unscheinbares Boot
auf dem Ozean der Verzweiflung. Wie lange würden sie noch dieses beschissene Gift von Mensch zu Mensch weitergeben?
Ihre Kinder damit vergiften, die bereits bei ihrer Geburt den Stempel des Elends und das Pattent des Verbrechens auf ihre nackte Haut
gebrannt bekamen.
Die Gullideckel, der dunklen Passage die er durchquerte, spuckten dicken Rauch aus als ob sie sich über den stinkenden Kot und die Pisse der von Krankheiten
Verseuchten beschweren wollten.
Dort unten tief unter der Kanalisation lagen die Wurzeln dieses Stadtteils, die wie ein krankes Geschwürr in einem gesunden Körper hausten.
Das verlangen des Fremden war gross, heute Nacht eine Frau zu finden die seinen Vorstellungen entsprach und so begab er sich auf den Weg und hatte bald
gefunden was er suchte.
Vor einer schmalen Seitengasse an der Strassenlampe lehnte eine junge Frau die einen kurzen Minirock trug und eine Hautenge Strumpfhose zeichnete sich auf
ihren Beinen ab. Ihr Oberteil war ein pelziger Pullover mit einem Reissverschluss, was sie darunter trug war nicht zu sehen und um ihren Arm hing
eine Handtasche. Sie hatte eine braune Lockenmähne auf dem Kopf und war aufgepeppelt wie eine dieser typischen Prostituierten.
Ihr Blick wanderte zu dem Fremden der stehen geblieben war und ein verführerisches, einladendes lächeln trat auf ihren Lippen hervor.
"Suchst du etwas kleiner?" fragte sie und kam auf ihn zu.
"Vielleicht habe ich es schon gefunden," sagte der Fremde mit ruhiger, zurückhaltender Stimme.
"Möchtest du mitkommen?" deutete sie mit ihrem Kopf in das dunkel der Gasse.
"Dort wird uns niemand stören." Dann warf sie ihre Kippe auf den Gehweg und trat sie mit ihrem Stöckelschuh aus. Der Fremde folgte ihr in die Dunkelheit
hinein und blieb dabei immer zwei Schritte hinter ihr.
Sie kamen zum stehen vor einem Müllcontainer und als die Augen des Unbekannten durch die Gegend blickten, war nirgends jemand zu sehen. Nicht mal einer
von diesen Pennern die normalerweise hier die Nacht verbrachten.
"Also," begann sie ihre Handtasche abzulegen und das Knistern ihres Reissverschlusses war zu hören. Er blieb stehen und sah sich an was unter ihrem Pullover
verborgen lag. Nackte Haut und rosarote Nippel erregten ihn so derart das er die Hand in seiner Hosentasche verkrampfte.
Die andere Hand näherte sich ihrem Gesicht und streichelte ihre Wangen. Dann bewegte sie sich zum Hals und die spitzen seiner Finger fuhren über ihren Kehlkopf
während die andere Hand aus seiner Hosentasche ihre entblösste Brust berührte.
Dann lehnte sie sich gegen den Müllcontainer und spreitzte ihre Beine im Stehen. "Ich weiss doch was dir gefällt, Kleiner." Sie sollte ihn nicht "Kleiner" nennen.
Die Hand an ihrem Hals verwandelte sich in einen leichten Griff. "Du magst es also hart ja?" fragte sie frech. Keine Antwort und der Griff wurde fester.
Sie rang nach Luft und schlug alarmierend mit den Armen auf die Brust des Fremden ein. Sein Griff mutierte zu einem Würgegriff und ein schwarzes Tuch legte
sich über ihr Bewusstsein. Da lag sie noch halb bei Bewusstsein als er seinen Griff kurz gelöst hatte. Er war aufmerksam geworden als hinter einem
Müllcontainer der nicht weit von diesem entfernt war ein rascheln zu hören war. Eine Ratte überquerte die Gasse und verschwand in der Dunkelheit.
Die Frau sprang hastig auf und schaffte es an ihrem Freier vorbeizukommen. Er hielt ihren Pullover in der Hand und fluchte.
Er fühlte sich wie ein Fass mit Pulver gefüllt, das mit Feuer in Berührung kam. Dann begann er sie zu verfolgen und das Adrenalin machte sich im Körper bemerkbar.
Sowohl in dem des Jägers als auch der Gejagten die in ihrer panischen Angst einen verzweifelten Hilfeschrei austiess. Niemand konnte sie hören.
Sie war gestürzt und mit dem Gesicht in eine Pfütze gefallen. Ihr Blick spiegelte sich im Wasser und das letzte was sie sah war die blinkende Klinge
die der Fremde gezogen hatte.
Grüsse
M.D