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Weitere Verdächtige / The Case Against Jacob Levy!
« Letzter Beitrag von Lestrade am 16.09.2020 13:45 Uhr »
Ein freundliches Tach!

Vor ein paar Tagen trudelte Neil & Tracy I´anson´s Buch “Jacob The Ripper- The Case Against Jacob Levy“ bei mir ein. Aus zeitlichen Gründen kann ich es momentan noch nicht gründlich lesen. Jedoch blätterte ich bereits ordentlich durch meine Kopie. Ich freute mich auch ungemein, meinen Namen unter “weiteren Dank“ bei den Danksagungen am Ende des Buches lesen zu dürfen. Das war für mich eine große Überraschung und Freude.

Was ich bisher noch nicht entdecken konnte, waren Bemerkungen zu Lewis Levy und John Levy. Lewis Levy lebte 1891 Sion Square Nummer 5 und war quasi Nachbar von Wolf Abrahams (Aaron Kozminski´s Bruder), der 1891 ebenfalls im Sion Square (Nummer 3) lebte. John Levy lebte damals in der Whitechapel Road 254 (siehe Messerfund durch Thomas Coram) und sein Shop wurde offensichtlich von Gertrude Smith für die Betreibung eines Bordells benutzt (siehe Aaron Davis Cohen/ David Cohen). Tracy & Neil unterstreichen noch einmal die Bedeutung, dass der Mitre Square Zeuge Joseph Hyam Levy mit Martin Kosminski bekannt war. Ich hatte damit gerechnet, dass, falls verwandt mit jenen Levys, auch für Lewis Levy das Bekanntsein mit einem weiteren Kosminski als bedeutend zu betrachten wäre. Ähnliches hätte dann ja auch für John Levy gegolten. Möglicherweise ist das garnicht so. Soweit ich mich aktuell erinnern kann, ging das über Hyam Hyams. Seine Frau, Fanny, war eine geborene Levy und ihre Brüder eben Lewis & John Levy. Die Eltern hießen Ann und Barnett Levy, falls ich jetzt richtig liege. Diese Levy lebten bzw. wuchsen alle im und rund um den Mitre Square auf und dürften sich mit hoher Wahrscheinlichkeit gut gekannt haben. Es gab auch Vermietungen über die Familie von Joseph Hyam Levy an die Familie von Ann und Barnett Levy. Ich dachte immer, es handelt sich auch um Cousin und Cousinen aber es scheint nicht an dem zu sein. Erwähnt werden muss, dass dieser Hyam Hyams letztendlich nichts mit dem Hyam Hyams aus Colney Hatch zu tun hatte.

Tracy & Neil erwähnen auch bestimmte Zeitungsartikel, die auch wir hier schon gut diskutiert haben. Bisher entdecken konnte ich den folgenden jedoch noch nicht:

Walthamstow and Leyton Guardian (UK)
Saturday, 10 August 1889

THE WHITECHAPEL MURDER.

The police have just had a severe disappointment, says a London correspondent, in connection with their search for the Whitechapel murderer. They received information of a man exactly answering the description of the person they are looking for. He was a lunatic, and learnt the butchering trade in his father's shop, had become a medical student on his father's death, had absented himself from home frequently at nights without giving any explanation of where he had been, and had written an extraordinary series of letters to the rector of his parish, which parish was in direct communication by a straight line of tram-rails with the very circle within which all the diabolical crimes have been perpetrated. Those letters indicated clearly that the writer was a lewd-minded lunatic, such as the murderer must be, and there occurred in them such ominous and coincidental expressions as threats to "rip up" both his mother and the rector. In fact, every conceivable circumstance about him exactly fitted in with a rational theory of the crimes with him as the chief actor in them, until one discovery upset the entire superstructure. He was at liberty during the whole of the murders except the last of all, when he was safe under lock and key in a private asylum. Until that false link in the chain was found the police certainly regarded the clues as the best they have had all along. Of course, there yet remains the contingency that this latest murder was the work of a fresh assassin, and Dr. Phillips inclines to that opinion from the nature of the mutilations.

Für Jacob Levy als Verdächtigen, wäre dieser sicherlich sehr interessant. Sein Vater starb am 19.3. 1886, seine Mutter am 18 Mai 1888. Bis zu ihrem Tod lebte seine Mutter in den Wentworth Buildings Nummer 198, dahin ging man direkt durch die Nummer 108-119!!! (siehe Stück der Schürze). Sehr wahrscheinlich war die Wohnung noch nach dem Tod der Mutter durch Familienmitglieder besetzt. Jacob´s Bruder Isaac lebte zur Zeit der Morde in der Nummer 214 der Wentworth Buildings.

Mehr kann ich jetzt nicht ausführen, dazu muss ich noch mehr Zeit haben, um alles konzentriert aufnehmen zu können. Das Buch ist einfach gelungen und für Jacob Levy Enthusiasten ein must have, da gut zusammengefasst. Es ist jetzt oder demnächst noch als Kindle- Version und als Paperback zu haben.   

Jacob Levy als möglichen Verdächtigen darzustellen, finde ich angebracht. Natürlich drückt immer ein wenig das Gewissen bei “Verdächtigen“, im Falle von Aaron Kozminski geht mir das genauso, denn sie können vollkommen unschuldige Menschen gewesen sein. Dennoch stehen sie für Persönlichkeiten, die dem wahren Ripper sehr “ähnlich“ gewesen sein dürfen. Wenn man das so sagen darf…

Ich bin, oder besser gesagt, fühle mich überzeugt, dass ein Mann wie Jacob Levy von der Polizei befragt worden ist, nicht nur, weil er zu den Butchern gehörte, die man ohnenhin abklären musste (das wissen wir auch), sondern auch durch sein Auftreten im weiteren “ernst“ genommen wurde.

Wie ich bereits früher sagte, Macnaghten´s Liste könnte auch, imaginär, noch eine Nummer 4 und 5 enthalten haben, wo man Jacob Levy hätten finden können.

Nun, was könnte uns das alles weiterhelfen und sagen?

Wir haben mit dem wahnsinnig gewordenen Jacob Levy und seinem Cousin und Zeugen Joseph Hyam Levy und der Verbindung zu Martin Kosminski eine ernstzunehmende Konstellation. Diese schlägt aber, für mich, auch einen Bogen zu Aaron Kozminski/Woolf Abrahams via Lewis Levy und zu David Cohen via John Levy, selbst wenn keine direkte Verwandtschaft bei den Levys bestand, diese Leute kannten sich. Hier gibt es für Jacob Levy einen weiteren Link zu anderen Kosminkis (und auch zu David Cohen falls ein geborener Kosminski). Ich finde das schon sehr bemerkenswert und denke darüber nach, wie ich das einordnen kann. Da liegen potentielle Verdächtige wie Jacob Levy, Aaron Kozminski, David Cohen und Hyam Hyams (der richtige, der aus Colney Hatch) irgendwie “dicht beieinander“. Und wer weiß, wer wirklich hinter “Kosminski“ steckt.

Dicht beieinander ist auch ein Stichwort. Ich habe ja einst einmal wichtige Punkte auf eine Karte meiner kleinen Heimatstadt gelegt und Whitechapel “nachgestellt“. Ich fand das total erleuchtend, denn es zeigte, was alles so auf kleinsten Raum möglich ist. Da kann vieles zustande kommen, was man so einfach nicht verstehen kann oder was einfach überrascht.

Mir sagt das vielleicht, wenn auch nicht klassisch logisch, dass wir mit diesen Männern auf der richtigen Spur sind. Es gab wahrscheinlich mehr Kandidaten als wir für möglich halten und es könnte sein, dass der Richtige, irgendwo “nahe“ zwischen Jacob Levy, Aaron Kozminski, David Cohen und Hyam Hyams zu finden ist. Nicht nur aus geographischer Sicht und aus Sicht ihrer Persönlichkeitsstruktur, sondern mit ihnen sogar verlinkt war. Das klingt vielleicht hanebüchen (und ist es möglicherweise auch), beschreibt aber meine Intuition wenn ich mich aktuell auf meine Wahrnehmung der Dinge verlege.

Nichtsdestotrotz steht auch Jacob Levy gut allein für einen möglichen Ripper- Kandidaten da. Ich wollte nur einmal meine aktuelle Betrachtungsweise darlegen, die sich in letzter Zeit etwas veränderte und auch mit diesem Buch "befeuert" wurde. Man sehe mir Fehler oder kleine Unkorrektheiten nach, ich schreibe mehr oder weniger, aus Zeitgründen, gerade nur aus dem Bauch heraus.

Beste Grüße, Lestrade.
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Allgemeine Diskussion / Re: Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Stordfield am 14.09.2020 18:18 Uhr »
Hallo Isdrasil

Schön, dass du alle Klippen umschifft zu haben scheinst. Das freut mich persönlich sehr.

Alles Gute, mein Bester!
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Pedachenko, Dr. / Re: Verdachtsgründe ?
« Letzter Beitrag von Stordfield am 14.09.2020 18:13 Uhr »
Hallo!

Zu meinem Erstaunen habe ich erfahren, dass Pedachenko, laut Christopher J. Morley, zusätzlich zu dem Mysterium um hin herum auch noch im Verbund mit einer Miss Winberg und einem gewissen Levitzki (leicht zu verwechseln mit "Lipski") gehandelt haben soll. Demnach hat Winberg die Opfer in ein unverfängliches Gespräch verwickelt, Levitzki Schmiere gestanden und Pedachenko die Frauen schließlich ermordet. Und das alles mit Wissen der russischen Geheimpolizei, die das Trio nach vollbrachter Tat aus London herausschmuggelte und zum "Dank" in eine Anstalt steckte (Pedachenko), bzw. nach Jakutsk im Fernen Osten verbannte.
Im Übrigen finde ich, dass Pedachenko in Vielem dem Verdächtigen Nikolay Vasiliev gleicht, den ja auch so eine nebulöse Aura um seine Existenz umgibt.

Gruß Stordfield 
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Allgemeine Diskussion / Re: Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Lestrade am 04.09.2020 12:14 Uhr »
Vielleicht bekommst Du mal wieder Langeweile mein Bester!

Ganz ehrlich? Dem Forum würde deine Anwesenheit mehr als gut tun. Hier wurde es ja, Arthur und einem gewissen Lestrade sei Dank, sehr einseitig. Dennoch warst Du ja sehr konsequent was das Forum/ Thema angeht und für Dich persönlich war das wohl auch sehr wichtig und demzufolge auch absolut richtig. Alles hat eben seine Zeit. Manchmal ist es auch wirklich gut, die Dinge, nach einem gewissen Abstand, erneut zu betrachten. Auch wenn man es nicht mit Dir vergleichen kann, auch ich bin ein Stück zurückgefahren... und ich merke schon, nach einem Durchatmen, dass die Perspektive sich ein wenig verändert hat. Nicht im Kern aber einiges drumherum. 

Und Du warst, das werde ich nicht vergessen, in Person der Grund, warum ich mich zu dem Jack the Ripper Interessierten entwickelte, der ich heute bin. Und damit bin ich sehr zufrieden und Dir dankbar. Du weißt um die Wertschätzung, die ich für dich habe. Deine Meinungen, auch nach dem Sammeln weiterer, enormer Lebenserfahrung, wären sicherlich hochinteressant. Wir unterliegen ja alle einer gewissen Dynamik des Lebens.

Momentan fühle ich mich etwas "ausgerippert", da läuft gerade nur eine flache Kurve ab. Mir fehlt das "Futter". "Jacob the Ripper" (Jacob Levy) wird als Buch die kommenden Tage bei mir eintrudeln und ich wünsche mir, dass dadurch auch das Feuer bei mir wieder auflodert. Die Glut, irgendwo vorhanden, wird man, so glaube ich auch, nie richtig los. Nun, dann ist das so.

Dein Lestrade. 
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Allgemeine Diskussion / Re: Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Isdrasil am 03.09.2020 20:04 Uhr »
Hi mein Guter,

das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite. Irgendwie auch doof, dass dies nun so einen geschäftlichen Touch hat. Ist am Ende dann doch wieder schön, mal kurz aufzutauchen und ein paar Worte zu wechseln. Ich habe es gerade Phil geschrieben...wenn ich mir die alten Diskussionen durchlese, kitzelt es doch in einer ziemlich abgelegenen Ecke meiner Hirnwindungen. Da ist anscheinend doch noch etwas Glut tief im Innern des untersten Kohlebrickets im Grill.
 :mocking:

Und schwafeln tue ich immer noch gerne...nein, aber ernsthaft, so eine lange und zumindest streckenweise tiefe Beschäftigung mit so einem Thema lässt einen wahrscheinlich niemals so wirklich los. Auch, wenn nicht präsent wie in alten Tagen. Da fällt mir der Rat eines Psychologen ein, der die Absenz von Hobbies beschrieben hat - was gerade in diesen seltsamen Zeiten bei vielen wahrscheinlich wieder zum Thema geworden ist: "Denken Sie an ihre Jugend zurück. Was hat Sie interessiert, fasziniert, beschäftigt. Eventuell lässt sich der Enthusiasmus vergangener Tage wieder entfachen und damit die Langeweile bekämpfen."

Problem ist nur, dass mir bis jetzt die Langeweile fehlte.  :biggrin:
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Allgemeine Diskussion / Re: Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Lestrade am 31.08.2020 18:18 Uhr »
Hallo mein Lieber!

Freue mich, wieder einmal von Dir zu hören. Ich kann da einiges gut nachvollziehen.

Genau wie bei Phil, habe ich einige deiner angebotenen Dinge in meiner Sammlung. Da wir gerade umgezogen sind bzw. irgendwie auch noch mittendrin sind, fehlt aktuell eigentlich auch das nötige Kleingeld, um bei Dir u.U. zuzuschlagen. Ich wollte jedoch hier nicht grußlos verbleiben.

Vielleicht ergibt sich aber doch noch etwas, falls irgendwas übrig bleiben sollte.

Herzliche Grüße und alles Gute, Lestrade.
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Allgemeine Diskussion / Re: Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Phil am 27.08.2020 21:52 Uhr »
Hi Isdrasil,

wie schön, mal wieder von dir zu lesen und dass es dir - wenn auch nach einigen Höhen und Tiefen, aber das ist halt das Leben - gut zu gehen scheint!

Mich verfolgt der Ripper immer noch bzw. ich ihn (wenn auch kaum noch hier im Forum), aber dafür auf andere Art und Weise (siehe hier https://www.buechner-verlag.de/buch/london-and-its-genius-loci/) und im Februar habe ich meine ersten (und direkt auch Corona-bedingt letzten) Ripper-Touren durch das East End gegeben. Muss immer wieder schmunzeln, wenn ich daran denke, wie ich hier vor 15 Jahren mit Pathfinder, dir und anderen angefangen habe  ;)

Du hast eine tolle Sammlung da! Einige davon habe ich, daher würde ich einzelne Werke nehmen. Wenn das eine Option für dich ist, können wir gern privat weiter schreiben.

In diesem Sinne!
Alles Gute
Phil
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Allgemeine Diskussion / Bücher Flohmarkt
« Letzter Beitrag von Isdrasil am 27.08.2020 08:36 Uhr »
Hallo meine Lieben,

ja, es gibt mich immer noch. Ich muss zugeben, mich inzwischen meilenweit vom Thema entfernt zu haben. Viele Dinge haben sich in meinem Leben geändert, schwere und anstrengende Zeiten haben mir zeitweise die letzte Kraft geraubt. Bin inzwischen zweifacher Vater, habe ein Haus gebaut, musste um meine Tochter bangen, habe mehrfach den Job gewechselt, wurde krank und wieder gesund. Nun bin ich angekommen, und alles ist gut, wie es ist. Den Drachen habe ich inzwischen tausendmal getötet, auch wenn es nicht der "gute" alte Jack war. Immerhin - sehe ich gerade - habe ich hier dennoch ein positives Karma von +2. Das erfreut mich natürlich ungemein 
:blum1:

Nein, ernsthaft. Der Ripper ist kein Teil mehr, weder meiner Gedanken, meines Alltags, noch reizt es mich nachhaltig, seine wahre Identität zu kennen oder aufzudecken. Der Drive vergangener Tage ist verblasst. Ungelöster Kriminalfall? So what...Die Büchersammlung in meinem Regal gammelt vor sich hin und nimmt nur Platz weg. Aus diesem Grund habe ich gedacht, ich erlaube mir doch mal, meine Sammlung hier zum Verkauf zu stellen und hoffe, sie findet einen interessierten Abnehmer.

Ich habe eine Preisvorstellung, aber schreibt mich einfach mal an, gerne mit einem Angebot.
Bezahlung ausschließlich per PayPal. Nur Komplettabnahme.

FROM HELL
Graphic Novel von Alan Moore & Eddie Campbell, englischsprachig, sehr gut erhalten
ISBN 978-0-9585783-4-9

THE ULTIMATE JACK THE RIPPER COMPANION
Nachschlagewerk (Sourcebook) von Stewart P. Ewans & Keith Skinner, englischsprachig, gebundene Ausgabe, sehr gut erhalten
ISBN 0-7867-0768-2

THE LONDON OF JACK THE RIPPER THEN AND NOW
von Robert Clack und Philip Hutchinson, englischsprachig, gebundene Ausgabe, wie neu
ISBN 978-1-85983-600-2

THE JACK THE RIPPER SUSPECTS
von Stan Russo, englischsprachig, gebundene Ausgabe, wie neu
ISBN 0-7864-1775-7

JACK THE RIPPER: SCOTLAND YARD INVESTIGATES
von Stewart P. Evans & Donald Rumelow, englischsprachig, gebundene Ausgabe, wie neu
ISBN 0-7509-4228-2

JACK THE RIPPER BLACK MAGIC RITUALS
von Ivor Edwards, englischsprachig, Taschenbuch, sehr gut erhalten
ISBN 1-90403-487-X

JACK THE RIPPER: THE FINAL SOLUTION
von Stephen Knight, englischsprachig, Taschenbuch, gebraucht
ISBN 0-007-74919-8

WER WAR JACK THE RIPPER?
von Patricia Cornwell, deutsch, Taschenbuch, sehr gut erhalten
ISBN 3-442-45806-4

JACK THE RIPPER: ANATOMIE EINER LEGENDE
von Thomas Schachner & Hendrick P., deutsch, gebundene Ausgabe, wie neu (Knick an einer Ecke des Einbands), signiert (Widmung)
ISBN 978-3-86189-753-8

WALTER DEW: THE MAN WHO CAUGHT CRIPPEN
von Nicolas Connell, englischsprachig, Taschenbuch, gut erhalten
ISBN 0-7509-3802-1

THE ELEPHANT MAN
von Ashley Montagu, englischsprachig, Taschenbuch, gut erhalten
ISBN 0-925417-41-6

JACK THE RIPPER OR THE CRIMES OF LONDON
limitierte Edition von Thomas Schachner, englischsprachig, gebunden, wie neu
kein ISBN-Code, da privat veröffentlichte Edition

FAMOUS CRIMES
limitierte Edition von Thomas Schachner, #3 von 50, englischsprachig, gebunden, wie neu
kein ISBN-Code, da privat veröffentlichte Edition

THE VICTIMS OF JACK THE RIPPER
von Neil Stubbings Shelden, englischsprachig, Taschenbuch, wie neu, signiert (WIdmung)
ISBN 0-9789112-9-6

RIPPER NOTES AUSGABEN
- #23 Suspects and Witnesses
- #25 The Hunt for Jack the Ripper
- #26 Written in Blood
Alle Ausgaben wie neu

OLD ORDNANCE SURVEY MAPS
- Whitechapel, Spitalfields & The Bank 1873
- Whitechapel, Spitalfields & The Bank 1894
- Whitechapel, Spitalfields & The Bank 1913
Alle Karten wie neu

zusätzlich

DIE GROSSE ENZYKLOPÄDIE DER SERIENMÖRDER
von Michael Newton, deutschsprachig, gebundene Ausgabe, wie neu
ISBN 3-85365-189-5
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Weitere Verdächtige / Emil Totterman - noch ein Seemann
« Letzter Beitrag von Stordfield am 07.08.2020 23:19 Uhr »
Hallo!

Ich enthalte mich, wie immer vorerst eines Kommentars. Bildet euch bitte selbst eine Meinung.

Der Abend des 19. Dezember 1903 war kalt, nass und windig, als die Prostituierte Sarah Martin das baufällige dreistöckige Gebäude namens Kelly's Hotel in 11 James Slip an der südöstlichen Ecke der Water Street von New York City betrat, einen Block zu Fuß vom East River entfernt. Für die Einheimischen und Seeleute, die manchmal das "Resort" nutzten, war das Kelly Hotel eher als ein Schandfleck bekannt. Drei Monate zuvor war der Hotelier William Keyes dort ermordet worden, und im Zuge wiederkehrender Polizeirazzien verhafteten die Behörden nicht weniger als 300 Frauen wegen Prostitution. Der derzeitige Titelinhaber, James Kelly, wurde regelmäßig wegen Verstoßes gegen die Verbrauchsteuer belangt, aber den Einheimischen war bekannt, dass "Sock" Gleason der eigentliche Eigentümer des Unternehmens war.
Trotz des schlechten Wetters war der Bezirk an diesem Samstag ein geschäftiger Ort für Frauen wie Martin und „Unternehmer“ wie Gleason. Der Armeetransporter "Kilpatrick" befand sich im Dock und spuckte zwei Bataillone der Zweiten Kavallerie für eine kurze Pause aus, bevor er nach Manila weiterfuhr. Die Soldaten waren gerade bezahlt worden und überall zu sehen: Die Bowery schien blau getönt zu sein, die Farbe der Uniformen.
Sarah Martin ging am frühen Abend in Kellys Haus und ruhte sich kurz im Hinterzimmer aus, bevor sie wieder auf die Straße ging. Gegen 20 Uhr kehrte sie zurück und wartete in der Eingangshalle offenbar auf jemanden. Draußen sank die Temperatur, aber der Regen verwandelte sich nicht in Schnee. Es war 22 Uhr, als endlich ein Mann mit eigenartigen Augen ankam und sich ihr anschloss. Er trug zwei Pakete bei sich. Sie saßen zusammen und tranken Whisky und Bier und eine halbe Stunde später begleitete die Haushälterin Jennie Starin sie in ein Zimmer im zweiten Stock. Das Pärchen hatte sich als "Carl Nilson und Frau" registriert.
Irgendwann an diesem Abend trat Sarah Martin aus dem Raum und begegnete der Haushälterin auf dem Flur, gab ihr 2 Dollar und bat Starin, eine Flasche Whisky aus dem Salon im Erdgeschoss des Hotels zu holen. Starin kam mit der Flasche und 1,50 Dollar Wechselgeld wieder und wurde von Martin eingeladen, eine Weile zu verweilen und den Whisky mit ihr auf dem Flur zu teilen: "Was ist mit dem Mann?", fragte Starin.
"Oh, er schläft", versicherte Martin ihr.
Martin und Starin hockten freundschaftlich im dunklen Korridor herum, tranken und redeten miteinander und teilten die besondere Kameradschaft und das unausgesprochene Einfühlungsvermögen von Frauen, die immer arm und verzweifelt sein würden. Das Hotel, der Whisky, der im Zimmer schlafende Seemann müssen nach fünfzehn Jahren Teil eines unablässigen Zyklus gewesen sein. Die Flasche würde bald leer sein, Martin würde zu ihrem Kunden zurückkehren und bald wieder auf der Straße sein, wo hoffentlich der kalte Regen aufgehört hatte. Am Sonntagnachmittag war der Regen verschwunden, aber es war kälter geworden, und starke Westwinde zogen über die Oberfläche des East River, wehten entlang der Uferpromenade und durch die schmutzigen Gassen von Cherry Hill im vierten Bezirk. Es war nach 15 Uhr, als James Kellys Frau in den zweiten Stock des Hotels stieg und eine angelehnte Tür im Flur bemerkte. Beim Hineinschauen, bemerkte sie eine Person, die im Bett lag und mit einer Decke bedeckt war. Als sie den Raum betrat, folgte die Haushälterin, Mrs. Starin, dicht hinter ihr.
Nachdem Mrs. Kelly die liegende Figur berührt hatte, zog sie erstaunt ihre Hand zurück: "Na, die ist aber kalt!" rief sie Starin zu. Beim Zurückziehen der Decke erbleichten die Frauen. Sarah Martin war geschlachtet worden: Es gab zwei tiefe Wunden in ihrem Hals, die anscheinend von einem Messer mit gerader Klinge verursacht wurden. Auf ihrer Brust befand sich eine drei Zoll tiefe Wunde, die sich von Achsel zu Achsel erstreckte. In ihrem Bauch befand sich eine große vertikale Wunde. Kleinere Verstümmelungen folgten auf die zuletzt angegebene Verletzung.  Letztere richteten sich gegen Martins Genitalien.
Nach einer gründlichen Durchsuchung des Tatorts brachte die Polizei Zeugen und Beweise zur Polizeistation in der Oak Street, die inzwischen die Natur eines gedrängten Bienenstocks angenommen hatte und leitete die Fahndung ein. Angesichts der soliden Hinweise war die Polizei zuversichtlich, dass sie einen guten Start hatten. Es schien, dass der Mörder einige wichtige Dinge hinterlassen hatte. In dem Raum, in dem Martin starb, fanden Detectives ein altes Paar Schuhe sowie ein blutgetränktes Herrenhemd und -unterhemd. Außerdem fanden sie zwei weggeworfene Kaufbelege, aus denen hervorging, dass der Mörder einen Pullover und ein Paar Schuhe gekauft hatte, was erklärte, warum das ältere Paar zurückgelassen wurde. Vor allem aber sicherten sie etwas Geschenkpapier, in das die neuen Schuhe verpackt worden waren. Auf das Papier war der Name eines Geschäfts gedruckt: "Meigs & Co., Bridgeport. Conn. "Und mit Bleistift geschrieben der Name" Fred B Balano ".
Am Montag wurde Sarah Martins Leiche von einer einheimischen Frau namens "Mother" Orchard eindeutig identifiziert. "Mother" Orchard, die im Bezirk ziemlich berüchtigt war, betrieb ihr eigenes "Resort" in der Cherry Street und es schien, dass Martin dort für sie "gearbeitet" hatte. Zeugen sagten aus, dass Sarah einen Auftrag am Kelly-Platz hatte. Keiner der Zeugen aus dem Hotel hatte ein Geräusch aus dem Zimmer gehört, und auch niemand hatte den Mann gehen sehen. Die Polizei war überzeugt, dass er durch das Fenster entkommen und aus dem zweiten Stock heruntergeklettert war.
Auf der anderen Seite des Long Island Sound im schneebedeckten Bridgeport, Connecticut, unterstützten die New Yorker Detectives McCafferty und Chandler die örtliche Polizei bei dem Versuch, einen Seemann zu finden, der in dem örtlichen Bekleidungsgeschäft, Meigs & Co. The, einen Pullover und ein Paar Schuhe gekauft hatte. Der Angestellte erinnerte sich an den Mann und seine schlecht reparierten Schuhe, mit Messingnägeln zusammengehalten. Er konnte sie als diejenigen identifizieren, die am Mordort zurückgelassen wurden.
Der für den Fall Martin zuständige Detektiv, Inspector McCluskey, war in der Polizeiwache beschäftigt und koordinierte die Ermittlungen, als gegen Mittag das Telefon klingelte. Es schien, als hätten Cronin und Hennessey den Jackpot geknackt, nachdem sie einen finnischen Seemann namens Emil Totterman im Hauptquartier der Sailor's Union in der 27 South Street festgenommen hatten. Er stimmte genau mit der Beschreibung der Zeugen überein und trug zufällig einen neuen Pullover und neue Schuhe.
Beruhigend, aber in fetten Schlagzeilen, verkündete die New York Times am 22. Dezember 1903: „"POLIZEI SAGT, SIE HABEN 'RIPPER' MÖRDER". Der Artikel beschrieb die Verhaftung des Verdächtigen Emil Totterman, der nicht nur festgenommen wurde, weil er neue Sachen trug, sondern auch, weil er kürzlich von dem Schoner Fred B. Balano abgeheuert hatte. Dies war der Name, der mit Bleistift auf das am Tatort gefundene Geschenkpapier von Meigs & Co. geschrieben wurde. Es wurde auch bekannt gegeben, dass die Polizei einen sehr wichtigen Hinweis vor der Presse zurückgehalten hatte, nämlich, dass auch der Name "Emil Totterman" auf dem gleichen Papier geschrieben stand. Obwohl die Beweise überwältigend schienen, behauptete Totterman unerschütterlich, dass die Polizei den falschen Mann hatte. Totterman zufolge war er am Samstagabend um 21:30 Uhr mit dem Zug mit zwei Bekannten von Bridgeport nach New York gekommen. Er behauptete, ein Feuerwerk auf der Williamsburg Bridge in Lower Manhattan gesehen zu haben, wonach er nach Unterkünften suchte. Gegen 22:30 Uhr fragte er einen Polizisten, wo er ein Zimmer finden könne, und wurde zur 10 South Street geleitet, wo er ein Hotel fand, in dem er bis Sonntagabend blieb. Er behauptete, er habe seinen neuen Pullover und seine neuen Schuhe in Portland, Maine und nicht in Bridgeport gekauft.
Inspektor McCluskey machte den Streifenpolizisten ausfindig, der Totterman zum Hotel in der South Street geführt hatte, und obwohl Officer Durr die Richtigkeit von Tottermans Gesamtgeschichte bestätigte, bestand er darauf, dass die Chronologie falsch war. Er meinte, dass er Totterman erst am Sonntagmorgen gegen 2:30 Uhr und nicht am Samstag gegen 22 Uhr begegnet war. Durr war sich dessen ziemlich sicher, da er um Mitternacht aus dem Dienst kam und sich zweimal bei der Station gemeldet hatte, bevor Totterman, den er eindeutig identifizierte, ihn ansprach. Medizinische Untersuchungen ergaben, dass Sarah Martin irgendwann zwischen Samstagabend 23 Uhr und Sonntagmorgen 2:30 Uhr ermordet worden war. Durr bestand darauf, dass er Totterman nicht vor 2 Uhr morgens am Sonntag begegnen konnte.
Das Personal von Kelly's Hotel gab sich sehr sicher, dass Totterman der Seemann war, der Martin begleitet hatte. Jeder von ihnen konnte sich an seine "eigentümlichen" Augen erinnern.
Die Polizei stellte fest, dass der Name, den der Mörder in das Anmeldebuch eingetragen hatte, Tottermans Seemannsalias war und seine Handschrift mit der in der Registrierung und der Schrift auf dem Geschenkpapier übereinstimmte.
Der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Garvan hatte ein Klappmesser, das bei der Verhaftung von Totterman gefunden worden war, und die blutbefleckte Kleidung vom Tatort, zur Analyse an das Cornell Medical College geschickt. Jedoch durchströmte ihn bereits jetzt das Gefühl, dass er einen wasserdichten Fall hatte.
"Ich kann dafür sterben, "rief Totterman aus," aber wenn ich es tue, sterbe ich für jemand anderen.“ Er wurde vor Gericht gestellt und beschuldigt," eine verdächtige Person "zu sein. Totterman wurde beschrieben, mit" blondem Haar, das fast rot aussieht, und einen blonden hängenden Schnurrbart. Sein Kinn ist quadratisch und schwer und seine Hände groß. In seinen Augen ist ein leichter Schimmer."
Am nächsten Tag klagte man ihn offiziell wegen Mordes an.  Henry E. Goldsmith übernahm seine Verteidigung.  Gleich zu Beginn bekannte sich Totterman für "nicht schuldig".
In einer privaten Korrespondenz mit dem Gouverneur von New York gestand William Travers Jerome, der Bezirksstaatsanwalt von New York, dass Sarah Martin "so verstümmelt worden war, dass er die Arbeit eines sexuellen Perversen suggerierte". Auf Vorschlag einer New Yorker Zeitung wurden daraufhin drei führende "Alienisten" (m. A.: alte Bezeichnung für Psychiater oder Psychologen) von der Staatsanwaltschaft hinzugezogen, um Tottermans Geisteszustand zu untersuchen, da das "Verbrechen so abscheulich und schrecklich war, dass es den Anschein hatte, als müsse der Gefangene geistig aus dem Gleichgewicht gebracht worden sein." Die drei Spezialisten untersuchten Totterman sorgfältig und ausführlich und erklärten ihn für vollkommen gesund. Nun war die Bühne bereitet, um Totterman wegen Mordes ersten Grades zu verurteilen.
Das nächste Mal, dass die Leser der New York Times von Emil Totterman hörten, war am 28. Februar 1904, als die Zeitung verkündigte: "RIPPER MÖRDER SCHULDIG". Das Urteil überraschte niemanden. Die Anklage war überwältigend gewesen und die Jury brauchte nur vier Stunden, um zu einem Urteil zu gelangen. Als sein Anwalt ihm zuflüsterte, dass es ihm leidtue, dass der Prozess schlecht verlaufen sei, zuckte Totterman mit den Schultern und bemerkte unbesorgt: „So ist das Leben.“ Als er weggeführt wurde, stellte der stellvertretende Sheriff Totterman eine Frage, die alle beschäftigte: "Aber was war Ihr Grund, diese Frau zu töten?" Totterman antwortete: "Es wird zu diesem Zeitpunkt nichts nützen, das zu vertiefen, ich würde lieber über etwas zu essen sprechen. Ich bin furchtbar hungrig."
Mehr als ein Jahr, nachdem Totterman zum Tode verurteilt worden war, saß er immer noch im Gefängnis und wartete auf die endgültige Entscheidung des Berufungsgerichts. Er hatte alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, um dem Tod zu entkommen. Am 2. Mai 1905 bestätigte das Berufungsgericht sein Todesurteil, dessen Vollstreckung am 19. Juni auf dem elektrischen Stuhl erfolgen sollte. Bis zum 23. Juni saß Totterman jedoch immer noch in Sing Sing, während große Anstrengungen unternommen wurden, um den New Yorker Gouverneur Higgins davon zu überzeugen, seine Strafe in ein lebenslänglich umzuwandeln. Higgins erwog die Anfrage, auch aus dem Bewußtsein heraus, dass Totterman während der Schlacht von Santiago ein Held im Spanisch-Amerikanischen Krieg gewesen war: "Ich habe gehört", sagte der Gouverneur, "dass Totterman drei Medaillen für Tapferkeit erhalten hat."
Scheinbar rettete ihm diese Tatsache das Leben, denn 1916 entkam er aus Sing Sing und blieb mehr als acht Monate auf der Flucht. Am 24. April 1917 stöberte die Polizei ihn auf und brachte ihn in das Auburn Prison. Heiligabend, dem 24. Dezember 1929 wurde Totterman durch besondere juristische Regelungen auf Bewährung entlassen und kehrte das darauffolgende Jahr nach Finnland zurück, wo niemand mehr etwas von ihm hörte oder sah.
Es ist verlockend, über die mögliche Verbindung dieses verdächtigen Seemanns mit Carrie Browns Mörder, die nur einen Block entfernt von Sarah Martin genauso bestialisch getötet wurde und Jack the Ripper selbst zu spekulieren. Bemerkenswert ist, wie sehr die Morde und die Verstümmelungen von Sarah und Carrie dem der Opfer in Whitechapel ähnelten. Die moderne Kriminalpsychologie sagt uns, dass es selten vorkommt, dass ein Sexualmörder (wie Totterman einer gewesen zu sein scheint) nur einmal tötet. Totterman gab an, einundvierzig Jahre alt zu sein. Dies würde ihn in das richtige Alter bringen, um Browns Mörder und vielleicht der Ripper zu sein. In einer anderen Quelle wird mitgeteilt, dass er Anfang dreißig war. In allen offiziellen Gerichts- und Gefängnisdokumenten wird sein Alter jedoch 1904 mit 29 angegeben. Dies würde ihn als Mörder von Ripper und Carrie Brown effektiv ausschließen. da er erst 13 bzw. 16 Jahre alt gewesen wäre.
Vielleicht ist das Erschreckendste, was wir über Jack the Ripper gelernt haben, dass er vielleicht kein so einzigartiges Monster war, wie allgemein angenommen wird. Untersuchungen zu Verstümmelungsmorden durch "Sexualmörder" haben ähnliche Verbrechen ergeben, die mehr oder weniger zeitgleich mit dem Ripper in Frankreich, England, Deutschland, Nicaragua, Jamaika und den Vereinigten Staaten vorkamen und vorkommen.
(Quelle: Michael Conlon)

Viele New Yorker Einwohner argumentierten, dass die Zeitungsartikel über den Fall Martin, Tottermans Auftreten und das durchaus vorhandene Wissen über JtR die Bevölkerung mit gruseligen Einzelheiten und Verschwörungstheorien von der Wirklichkeit ablenken sollte. Für die überwiegende Mehrheit der Amerikaner war dies ein schwere Zeit, es gab wenig Freude. Zwei Monate zuvor hatte der große Börsencrash die Nation in ein finanzielles Chaos gestürzt; Millionen und Abermillionen Amerikaner standen vor dem Ruin. Die große Depression hatte begonnen.
Da kam so ein Jack the Ripper in Amerika gerade recht.

Gruß Stordfield
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Weitere Verdächtige / Frank Castellano
« Letzter Beitrag von Stordfield am 29.07.2020 17:42 Uhr »
Hallo!

Laut Zeitungsberichten in der Atlanta Constitution vom 22. März 1893 und dem Mountain Democrat vom 1. April 1893 neigte die Polizei von New York dazu zu glauben, dass sie Jack the Ripper in Gewahrsam hatte.
Am 19. März 1893 wurde in New York City eine Seite einer nicht benannten Frau aufgeschlitzt, ein großes Messer steckte noch in der Wunde. Die Tatwaffe konnte zu Frank Castellano, einem italienischen Friseur, zurückverfolgt werden, dessen Hintergrund die Ermittler durchleuchteten und dabei feststellten, dass er bis vor kurzem ein Feuerwehrmann an Bord eines transatlantischen Dampfers war. Angeblich sollte es weitere, nicht näher erläuterte Umstände geben, die die Polizei zu der Annahme veranlassten, dass Castellano kein anderer als Jack the Ripper war. Einige Beamte gingen sogar so weit zu sagen, dass Castellano mit dem mysteriösen Mann identisch sein könnte, der Carrie Brown (Old Shakespeare) in der Nacht ihres Mordes am 24. April 1891 zum East River Hotel begleitete und für dessen Tod Ameer Ben Ali („Frenchy“) eine lebenslange Haftstrafe im Staatsgefängnis verbüßte.
Captain Doherty vom Fifth Precint Squad soll über die Gefangennahme Castellanos sehr erfreut gewesen sein und erklärte, er werde alle Anstrengungen unternehmen, um einen vollständigen Bericht über Castellanos Reisen und Operationen in den letzten Jahren zu erhalten.

Hat Doherty Wort gehalten? Was ist aus seinen großspurigen Ankündigungen geworden?
Welche weiteren „Umstände“ sind gemeint?

Gruß Stordfield
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