Autor Thema: Thomas Bulling der Autor  (Gelesen 16117 mal)

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Eastsidemags

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Thomas Bulling der Autor
« am: 22.06.2004 19:37 Uhr »
1.

Scharfnase

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Klasse Theorie!
« Antwort #1 am: 22.06.2004 20:18 Uhr »
Hi ESM,

das ist eine sehr interessante These, die sich offensichtlich auf Fakten stützt. Dass mehrere der Briefe von Reportern stammen könnten, ist schon seit längerem im Gespräch. Du hast Dir eine Heidenmühe gemacht, was ich sehr schätze. Allerdings muss ich es mir noch ein paar Mal durchlesen, bevor ich mir ein endgültiges Urteil erlaube. Es liegt nicht an Deinem Schreibstil (nicht trocken), dass es für mich schwer zu verstehen ist. Ich weiß einfach zu wenig über Schriftanalyse.  

Mir ist klar, dass der Ripper nie einen Brief selbst verfasst hat, seit ich das mit dem unorganisierten und organisierten Tätertyp weiß. Jemand, der seine Opfer nach dem Töten derart extrem verstümmelt  und so offensichtlich herumliegen lässt, wie der Ripper, ist nicht daran interessiert, Kontakt mit der Polizei oder den Medien aufzunehmen. Er hat ja noch nicht einmal versucht, die Leichen zu verstecken. Er lebte vermutlich völlig zurückgezogen in seiner eigenen kleinen Welt, in die er nur wenige Menschen hinein ließ. Kein genialer Psychopath, sondern eher ein ungebildeter, nonverbaler Typ. Was Du hier schreibst, bestätigt das nur wieder.;-)

Gott zum Gruße,
Scharfnase

Scharfnase

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Zeitungsfritze
« Antwort #2 am: 23.06.2004 09:46 Uhr »
Hi ESM,

ich hab mir Deine Ausführungen noch einmal durchgelesen und mir erscheinen sie plausibel. Mich brauchst Du allerdings auch nicht zu überzeugen. Du rennst bei mir also offene Türen ein. :wink:

Mich würde noch interessieren, ob die Methode, die Du einsetzt, wissenschaftlich anerkannt ist?

Beim Dear Boss- Brief und der Saucy Jack-Postkarte haben mich immer mehrere Dinge stutzig gemacht:

Zum einen ist das der Adressat, die Central News Agency. Zur damaligen Zeit wußten sicher nur sehr wenige Menschen, dass es so etwas wie Nachrichtenagenturen überhaupt gibt. Das wissen selbst heute nicht viele, die meisten denken wohl, dass die Zeitungen ihre News selber schreiben. Ein nicht vorgebildeter Täter hätte daher sein Schreiben eher an eine der Zeitungen selbst oder die Polizei gerichtet. Das lässt den Schluss zu, dass der Verfasser aus Journalistenkreisen stammt.

Dann ist da die Anrede im Dear Boss-Brief, die man grob mit "Chef" übersetzen könnte und die aus der Arbeitswelt zu stammen scheint. Darüber hinaus ist mehrmals von "job" die Rede, also wieder Arbeit. Das legt den Schluss nahe, dass der Verfasser aus diesem Bereich stammt oder den Eindruck erwecken will, er stamme aus der Arbeitswelt. Dass der Chef der Agentur mit "Boss" angeredet wird, ist eigentlich fast schon zu viel der Guten. Hier gehen die Hoax-Lampen an!

Schließlich ist es der Markenname, den sich der Täter angeblich selbst im Dear Boss-Brief gibt. Der passt viel zu gut und stammt sicher aus professioneller Feder. Außerdem nennt ihn der Täter selbst Tradename, was den Schluss zulässt, dass er sich schon näher mit solchen Bezeichnungen beschäftigt hat. Ein Täter als Verfasser hätte vielleicht einen sperrigeren Namen gewählt. Möglicherweise etwas Politisches wie "Whitechapel Säuberungs Komitee" oder etwas Religiöses.  

Alles das deutet einfach auf einen Verfasser aus den Reihen der Medien hin. Du hast Dich also ganz sicher nicht verrannt.;-)

Gott zum Gruße,
Scharfnase

Eastsidemags

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Re: Zeitungsfritze
« Antwort #3 am: 23.06.2004 13:14 Uhr »
gut, das beruhigt mich schonmal. Manchmal verliert man vor lauter Details nämlich das Blick fürs Wesentliche...

Zitat von: "Scharfnase"
Mich würde noch interessieren, ob die Methode, die Du einsetzt, wissenschaftlich anerkannt ist?


naja, wie gesagt: ich bin kein Graphologe. Keine Ahnung, was ein Graphologe dazu sagen würde, vielleicht würde er die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Ich habe mir aber zumindest angelesen, was bei einer graphologischen Analyse untersucht wird. Vielleicht habe ich ein Wort im falschen Zusammenhang benutzt oder falsch angewendet...

Wie der Ausblick erkennen läßt, ist das alles noch nicht fertig, ich werde da beizeiten mal wieder etwas Zeit investieren.

Scharfnase

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Reicht nicht
« Antwort #4 am: 23.06.2004 16:44 Uhr »
Hi ESM,

Du hast Dir das Wissen über Graphologie also selbst angelesen. Mir reicht das aus, für andere wird das nicht reichen, fürchte ich fast.

Um das Ganze hieb- und stichfest zu machen, solltest Du die Sache mal einem angesehenen Graphologen zeigen. Ich kenne leider keinen, aber vielleicht finden wir hier übers Forum ja einen. Der sollte natürlich möglichst nix kosten und trotzdem mit Eifer bei der Sache sein.;-)

Gott zum Gruße,
Scharfnase

Offline academyfightsong

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Thomas Bulling der Autor
« Antwort #5 am: 24.06.2004 11:01 Uhr »
hi esm,
hab es mir jetzt zum zweiten mal durchgelesen und denke auch nicht, dass du dich verrannt hast. ich hab mir schon fast so etwas gedacht, als du vor ein paar wochen die schriftproben gepostet hast. das hat auf jedenfall hand und fuss. das gerücht, das ein journalist an der namesgebung beteiligt war,  ist ja schon fast so alt, wie die legende selbst.
tolle arbeit!

ps: die deutsche verschwörung fand ich übrigens gar nicht so schlecht.

Jan_Schattling

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Thomas Bulling der Autor
« Antwort #6 am: 24.06.2004 12:49 Uhr »
mmmh... ich muß auch sagen, das ich die Analyse doch recht einleuchtend fand.
Sicherlich gibt es da einige Punkte die übereinstimmen, leider wird es wieder einige Kritiker geben, die es anders sehen.
Auf jeden Fall war es eine recht gute Leistung für jemanden der sich nicht als Graphologe bezeichnet.

Jan

Offline academyfightsong

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Thomas Bulling der Autor
« Antwort #7 am: 14.07.2004 12:58 Uhr »
hi esm,
hast du schon über eine englische version nachgedacht? wär doch evtl. was für eine neuauflage von evans & skinners "letters from hell". gingen die nicht auch davon aus, dass der "dear boss" brief von bulling stammt, oder irre ich mich gerade?
auf jeden fall, finde ich deine theorie echt interessant!

Eastsidemags

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Thomas Bulling der Autor
« Antwort #8 am: 16.07.2004 09:52 Uhr »
Wie gesagt, das ist noch nicht fertig. Es gibt da noch diverse Schwierigkeiten und Probleme, auf die ich hier nicht eingehen möchte  8)

Ins "letters from hell" passt das aber nicht wirklich, da Evans und Skinner sich auf das Beschreiben beschränken und nicht werten. Sie gehen in dem Sinne auch nicht davon aus (zumindest im Buch), dass Briefe von Bulling stammen, sondern sie sagen nur, soweit ich mich erinnere, dass dies möglich sein könnte.
Außerdem glaube ich nicht, dass es nochmal eine überarbeitete Neuauflage des Buches geben wird.

Ich hatte im casebook-forum auf meinen Text hier verlinkt, aber dort scheint sich niemand groß dafür zu interessieren... was mich allerdings - abgesehen von den sprachlichen Schwierigkeiten - auch nicht groß verwundert hat.


Mal schauen... bevor das nicht fertig ist, werde ich auf jeden Fall auch nichts übersetzen...

Thomas Schulz

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Thomas Bulling der Autor
« Antwort #9 am: 25.07.2004 06:35 Uhr »
Hallo east,


ich gratuliere zu diesem Beitrag.
Wenn Du sagst, Du hast keine Kenntnis von Graphologie, so würde ich dennoch - oder vielleicht gerade deshalb - Deine Herangehensweise als wissenschaftlich bezeichnen.

Als Beweis würde ich es zwar noch nicht akzeptieren - dazu kenne ich mich halt auch nicht mit Graphologie aus - aber Deine These und vor allem Deine Argumentationslinie ist alles andere als abwegig.

Warum das understatement?
1. ist der Stil nicht trocken oder langweilig und
2. selbst wenn dem so wäre, im Verhältnis zu Deiner Intention ist dieser Stil absolut angemessen.

Teppichlecker

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Re: Thomas Bulling der Autor
« Antwort #10 am: 01.06.2006 18:52 Uhr »
1.


???

1. ???  Was wurde hier geschrieben?

Gruß Ralf

Saucy_Jacky

  • Gast
Re: Thomas Bulling der Autor
« Antwort #11 am: 13.06.2006 23:53 Uhr »