Autor Thema: Murder Maps- Jack the Ripper!  (Gelesen 891 mal)

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Offline Lestrade

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Murder Maps- Jack the Ripper!
« am: 15.06.2020 15:51 Uhr »
Mal eine weitere Doku... kann man so machen, muss man aber nicht...

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/murder-maps-geheimnisvolle-verbrechen--jack-the-ripper-100.html

Gruß, Lestrade.
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Offline Arthur Dent 2

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Re: Murder Maps- Jack the Ripper!
« Antwort #1 am: 17.06.2020 10:34 Uhr »
Naja, die Doku legt ihre Schwerpunkte mehr auf die Biographien der Opfer und die Rolle der Yellow-Press und weniger auf die genauen Tatumstände - kann man machen, um mal die Perspektive zu verschieben.

Was mir etwas ideologisch eingefärbt vorkommt, sind gewisse Äußerungen von Hallie Rubenhold, wenn sie z.B. behauptet, dass die Opfer aus den Augen verloren worden seien - das stimmt ja überhaupt nicht: Erst die Ripperologen haben in jahrzehntelanger Arbeit ihre Biographien aus diversen Quellen soweit es möglich war zusammengepusselt, so dass wir heute wirklich etwas Biographisches wissen und sie von anonymen Opfern zu realen Menschen mit eigener Lebensgeschichte, mit ihren Schicksalsschlägen, Sorgen und Nöten wurden.
Auch dass sie infrage stellt, ob die Opfer tatsächlich Gelegenheitsprostituierte gewesen seien, scheint mir etwas ideologisch eingefärbt.
Ohne ihr da was unterstellen zu wollen: Auf mich wirkt das einfach so, als wolle sie damit Werbung für ihr Buch "The Five" machen, in dem sie eben genau auf diese Biographien den Schwerpunkt gelegt hat.

Ansonsten finde ich die Doku inhaltlich ganz passabel, wenn sie natürlich auch wie die meisten anderen nicht gerade mit was wirklich Neuem aufwarten kann.

MfG, Arthur Dent
« Letzte Änderung: 17.06.2020 10:51 Uhr von Arthur Dent 2 »

Offline Lestrade

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Re: Murder Maps- Jack the Ripper!
« Antwort #2 am: 18.06.2020 21:15 Uhr »
Hallo Arthur,

Ich habe Hallie Rubenhold´s The Five nicht gelesen. Es gab aber viele Reaktionen darauf in der Welt der Ripperologie. Aber auch da habe ich mich nicht in´s Thema eingelassen. Ich kann also nicht wirklich etwas dazu sagen. Wie Du es formulierst, "Erst die Ripperologen haben in jahrzehntelanger Arbeit ihre Biographien aus diversen Quellen soweit es möglich war zusammengepusselt, so dass wir heute wirklich etwas Biographisches wissen und sie von anonymen Opfern zu realen Menschen mit eigener Lebensgeschichte, mit ihren Schicksalsschlägen, Sorgen und Nöten wurden.
Auch dass sie infrage stellt, ob die Opfer tatsächlich Gelegenheitsprostituierte gewesen seien, scheint mir etwas ideologisch eingefärbt"
, war auch die allgemeine Wahrnehmung der Ripperologen zu Hallie Rubenhold´s Aussagen. Ripperologen hat Sie, wenn ich mich richtig erinnere, ja als Idioten bezeichnet. Insgesamt erschien mir das, was ich mitbekam, von ihr als sehr despektierlich. Ist es nicht so, dass wir, auch hier im Forum, stets versuchen ebenso Gerechtigkeit für die Opfer herauszuarbeiten? Nun haben wir alle unterschiedliche Wahrnehmungen der Dinge aber das von Hallie Rubenhold erschien mir wie "Ich, der Rächer der Opfer gegen euch, den der Täter wichtiger ist". Fand ich überzogen und unnötig. Aber: Ich kann nichts über ihr Buch sagen so sollte ich mit meiner Meinung vorsichtig sein.

Gruß, Lestrade.
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