Autor Thema: Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!  (Gelesen 104008 mal)

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Scharfnase

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Vergiss die Leber!
« Antwort #15 am: 17.04.2004 11:00 Uhr »
Hi Crazy,

Du solltest endlich von Deinem Lebertrip herunterkommen, denn wie Than schon sagte wurden andere Organe entfernt. Jetzt wirst Du wahrscheinlich gleich wieder behaupten, dass die Gerichtsmedizin es gar nicht feststellen konnte, dass nicht vielleicht auch noch die Leber fehlte.;-)

Ich denke nicht, dass man das mit einer Serie von Einbrüchen vergleichen kann, da solche Taten schließlich nicht jeden Tag vorkamen. Die Morde waren daher auch im gewalttätigen Whitechapel etwas Besonderes. Es geht hier außerdem um Verbrechensermittlung und nicht um die Aburteilung, also lass bitte die Justiz aus dem Spiel, denn die sind erst später dran.

Einen Serienmörder kann man übrigens auch heute noch erst nach mindestens drei Taten als solchen identifizieren. Den Begriff "Serienkiller" im eigentlichen Sinne gab es 1888 ja noch gar nicht, man sprach eher von einem notorischen Mörder oder Lustmörder. Du darfst nicht vergessen, dass die Verbrechensbekämpfung damals noch in den Kinderschuhen steckte. Dass der Bericht der Gerichtsmedizin so kurz ist, liegt auch daran, dass Polly Nichols nicht so viele Verstümmelungen aufwies wie die späteren Opfer. Außerdem steht nirgends, wie ausführlich ein solcher Bericht sein muss, das macht eben jeder Mediziner anders. Die Gerichtsmedizin lernte dazu und die späteren Berichte sind schon viel ausführlicher.

Das alles ist aber kein Indiz dafür, dass die Ermittler damals ihre Pflicht nicht erfüllt hätten. Es waren eben andere Zeiten, die mit einem derartigen Phänomen ganz anders umgegangen sind!

Gott zum Gruße,
Scharfnase

Offline academyfightsong

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #16 am: 17.04.2004 12:25 Uhr »
@ spyro,
Zitat
Zwischen Beweis und Annahme herrscht ein großer Unterschied.

exactly, that's my point! ...und das ausgerechnet aus deiner feder. :wink:

nochmal: ich rede nicht von 5 oder 6 opfern, sondern von 3. bei tabram und stride, bin ich auch skeptisch bzw. vorsichtig. allerdings nicht bei nichols, chapman & eddowes. wenn du dir die mühe machen würdest, die untersuchungsergebnisse mal etwas genauer zu lesen, würdest du vielleicht auch zu diesem schluss kommen.

Crazyspyro

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Lach
« Antwort #17 am: 28.04.2004 02:18 Uhr »
*lach weg*

Also mir ist es gelinde gesagt total egal, wer wann wo was rausgeschnibbelt hat. Ob Leber, Niere, Milz oder Prostata.... it doesn´t matter!!!

Jedenfalls sind die Obduktionsberichte für den Popo. Die damalige Chirugie basierte auf blutige Schürzen und total falsches Fachwissen. Lest mal bitte das Buch "Fredrick Doveur - Horror Medical". Zwar glaube ich daraus - WIE DER CORNWELL - auch nicht alles, aber mal 5x auf die Schulter klopfe, nicht vor 100 Jahren gelebt zu haben. Allein die Fotos der Instrumente waren Horror pur. Also wer kann mir beweisen, dass der Ripper alle Frauen (selbst da ist man sich ja unsicher) umgebracht hat. Vielleicht war es ein japanischer Tourist...!?!? IHR WISST ES SELBER NICHT. Also egal was man hier schreibt, alles basiert auf seine eigene Meinung - MEHR NICHT. Daher verbleibe ich mit dem netten Spruch:

"Zwischen Leber und Milz, passt immer ein Pils".

Crazyspyro

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noch was.......
« Antwort #18 am: 28.04.2004 03:26 Uhr »
Aufgrund der Tatsache, dass ich ja zu meiner Argumentation "Sickert war´s " etwas für meine eigene Meinung tue, hier mal netter Bericht.....

Zitat
Von der unten stehenden URL: "Sickert had studios in the East End, a working-class section of London, where between August and November 1888 five prostitutes were murdered. In 1909, Sickert produced a series of paintings, known as the Camden Town Murders, which were based on these killings. The killer was given the nickname "Jack the Ripper". It came from the flow of letters, signed "Yours truly, Jack the Ripper". One of Sickert's works was named "Jack the Ripper's Bedroom" which he painted in 1908. This kind of subject matter was unusual for an Impressionist painter, but not for an Expressionist".


http://www.kirjasto.sci.fi/sickert.htm

Weiter seht Euch nur mal eines seiner zahlreichen Gemälde an...... ist ja nur so ein Gedanke.....



Na ja.......... das Bild heißt im übrigen: "Summer afternoon"... wie recht er doch hatte..........

Crazyspyro

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #19 am: 28.04.2004 03:33 Uhr »
soooooooo zum Schluss noch etwas.......

Zitat
... it with very skilled forensic analysis we did of the Jack the Ripper letters, which ... that all point the finger right back to Walter, Sickert, including a ...


Es ist von der CNN Homepage........ ausführlicher Bericht unter

http://www.cnn.com/TRANSCRIPTS/0211/15/lt.03.html

Offline thomas schachner

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #20 am: 28.04.2004 13:48 Uhr »
hmmm..der ripper sitzt aber auf der falschen seite - war das absicht, oder konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wie sein üblicher "Modus Operandi" aussah? .-)

gruss
thomas.
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Crazyspyro

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Falsche Seite
« Antwort #21 am: 28.04.2004 14:35 Uhr »
Na ja, wenn er hinter Ihrem Kopf gesessen hätte, wäre es wohl zu auffällig. Natürlich überführen die Bilder Sickert nicht als Täter, aber man darf sich ja wohl seine Gedanken machen, oder?!?! Vor allem hat er ja etliche gepinselt, die an JTR erinnern. Weiß hier zufällig, wo ich Sickert´s "Rippers Bedroom" finde. Habe schon etliche Bilder von Ihm gesehen, aber das noch nicht!!!

Offline thomas schachner

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #22 am: 28.04.2004 14:53 Uhr »



jack the ripper's bedroom --> gemalt 1908.


gruss
thomas.
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Crazyspyro

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AHA
« Antwort #23 am: 28.04.2004 15:12 Uhr »
Hör mal Thomas......, gibt es auch etwas, was Du nicht hast??? Ich suche da noch ein Koffer voll Geld........!!!

Colin Benson

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"Beweise?"
« Antwort #24 am: 28.08.2004 04:32 Uhr »
Bin gerade beim Recherchieren hierdrüber gestolpert, ist zwar schon 'ne Weile tot, aber trotzdem....

Zitat
Abgesehen davon, dass hier manche User "mal eben" über eine gerichtlich, anerkannte DNA-Analyse hinwegschauen und ihn zu einem Kulturhelden machen, erschreckt mich schon.


Mrs Cornwell lügt, ja es ist genauso simpel, wenn sie den Eindruck erweckt, Ihre DNA-Testing würden vor Gericht standhalten:

Zitat
identische DNA-Spuren, die sie auf Sickert und Ripperbriefen gefunden zu haben glaubt sind Cornwells Trumpf. Sogenannte mitochondrielle DNA, die bei jedem Menschen aus mehr als 16 Tausend verschiedenen Abschnitten besteht. Gerade mal drei Übereinstimmungen beschreibt Cornwell in ihrem Buch:

Völlig unzureichend, erklärt die Genforscherin Dr. Hildegard Haas:"Aus wissenschaftlicher Sicht ist das viel zu wenig, es muss ein wesentlich größerer Bereich sein. Sie können so in einer Größendimension denken von 300 bis 500 solcher Abschnitte, nur um eine Größendimension zu nennen, und dann eben diesen entsprechenden Vergleich zu tätigen. Erst dann wäre ein sogenannter Identitätsnachweis gegeben."


Quelle: http://www.br-online.de/kultur-szene/capricci/report/thema021124_3.html

Diese Frau hat einfach nur ein gestörtes Verhältnis zu Öl, Leinwand und München. Diese Störung läßt sie mal eben so über Dinge wie ein dokumentarisch gesichertes Alibi, das vor jedem Gericht standhalten würde, hinwegsehen und Kübel an Schmutz über einen Unschuldigen ausgießen.

Nur, um dem ganzen Mal "eine endgültige Note zu geben": Sickert wars nicht , nach heutigen Ermittlungen. Er hat nur gerne nackte Frauen gemalt, was einer biederen Hausfrau aus dem Mittwelwesten der U.S. of A. natürlich verdächtig vorkommen muß. Mann, Rubens hatte Glück, im Barock gelebt zu haben.

CB
Quick on the Draw [/b]

Dr. Orloff

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #25 am: 30.08.2004 13:15 Uhr »
:lol:
Sehr schön gesagt! Ich weiss auch nicht, warum die Cornwell sich so auf Sickert eingeschossen hat. Ich unterstelle ihr einfach mangelnde Recherche, was sich beim lesen ihres Buches auch deutlich bemerkbar macht. Es ist genau eins von den Büchern, von denen man die Finger lassen sollte, wenn man sich wirklich für die Geschichte des Rippers interessiert. Der Ripper-Fall ist schon unübersichtlich genug, da braucht es eigentlich keine Tagebücher und wilden Hirngespinnste aus dem amerikanischen Bible Belt.  Das verwirrt nur und trägt dazu bei, dass Neulinge erstmal auf die falsche Spur geführt werden und dann die wildesten Theorien über drogensüchtige Baumwollhändler, 72 jährige Ärzte und verschrobene Impressionisten aufstellen.

So now they say I am a Painter... when will they lern Dear old Boss!

Duke

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #26 am: 30.08.2004 19:21 Uhr »
Hi,habe diese auf folgender Seite gesehen!


http://www.br-online.de/kultur-szene/capricci/report/thema021124_3.html



London 1888 - Die Angst geht um: Der Ripper terrorisiert die Stadt. Mindestens fünf Frauen schlitzt er innerhalb weniger Wochen die Kehle durch, schneidet ihnen Herz und Gebärmutter heraus. Und verschwindet im Nebel. Theorien gibt es viele. Doch niemand konnte bislang beweisen, wer Jack, der Schlitzer aus dem East-End, wirklich gewesen ist.

Die Bestsellerautorin Patricia Cornwell glaubt nun, sie habe den Fall der Fälle gelöst. Cornwell recherchiert ihre Krimis in der Pathologie. Jetzt hat sie erstmals selbst die Hobbydetektivin mit dem forensischen Scharfblick gespielt. Vier Millionen Dollar hat sie dafür in aufwendige Gentests und den Kauf von vermeintlichen Beweisstücken investiert. Denn der Täter, der stand für Cornwell schon vorher fest: Der Maler Walter Richard Sickert. Eine fixe Idee, von der sie partout nicht abzubringen ist:

"Schon faszinierend, dass all die Jahre kein Mensch gemerkt hat, dass beispielsweise die Ripper-Briefe eindeutig von einem Künstler geschrieben worden sind." Behauptet Patricia Cornwell.

Doch beweisen kann sie Walter Sickert nichts. Trotzdem verfolgt sie ihn mit einem Furor, der selbst Rätsel aufgibt. Beschreibt seitenweise, was man längst weiß: dass er die Bühne liebte, den billigen Tingeltangel, die Gestalten der Nacht. Tagsüber gab er den charmanten Gentleman, nachts hat er in immer neuen Verkleidungen die dunklen, dreckigen Gassen des Londoner East-Ends durchstreift. Die Frauen haben ihn geliebt, er hat sie meist nur benutzt. Cornwell folgert, er habe sie auf bestialische Weise umgebracht.

Am lächerlichsten ist das Motiv, das Cornwell konstruiert. Hier, in München, kam Sickert zur Welt. Und hier in München, so Cornwell, hätten sie ihn zum Mörder gemacht. Zweimal wurde der Knabe wegen einer Fistel operiert. Am Penis, vermutet Cornwell, einfach so, weil das in diesen Zeiten eben oft so gewesen ist. Impotent sei Sickert also gewesen, dilettantisch verstümmelt.

Darum hat er Frauen umgebracht, so Patricia Cornwell: "Ich glaube, als ich begriff, dass er ein derart verheerendes physisches Problem hatte und dazu noch diese ganzen anderen Faktoren wie die unglückliche Kindheit, die er wohl hatte, entdeckte ich, dass da auch alle möglichen Hinweise darauf in seiner Kunst versteckt sind. Und von da an zeigte die Kompassnadel immer geradewegs Richtung Walter Sickert."

Schlimme Dinge glaubt Patricia Cornwell nun in Walter Sickerts diffusen Licht- und Schattengemälden zu sehen: nachgestellte Morde, statt schlafender Akte. Und sogar "Jack The Rippers Bedroom". Dabei hat der Künstler dieses Bild erst nachträglich - im Scherz - so genannt.

Der Sickert-Kenner Richard Shone: "Der Mann war witzig, brillant, großzügig und klug. Aber er war auch schwierig, wie Künstler und kreative Menschen oder die Menschen überhaupt eben so sind. Und er hatte eine Art theatrales Interesse an kriminellen und halbseidenen Dingen. Und all das benutzt sie nun, um zu behaupten, er habe überall Spuren verstreut, wenn er vom Ripper oder andere Londoner Morde wie beispielsweise den Camden Town Mord sprach - damit die Nachwelt irgendwann einmal herausfindet, dass er der Ripper gewesen ist."

Doch Patricia Cornwell ist sich sicher: "Ich habe eins seiner Selbstporträts an meiner Wand, um ihm immer wieder zu sagen: Du kommst mir nicht davon."

Ihr angeblich größter Trumpf: identische Dann-Spuren, die sie auf Sickert und Ripperbriefen gefunden zu haben glaubt. Sogenannte mitochondrielle Dann, die bei jedem Menschen aus mehr als 16 Tausend verschiedenen Abschnitten besteht. Gerade mal drei Übereinstimmungen beschreibt Cornwell in ihrem Buch:

Völlig unzureichend, erklärt die Genforscherin Dr. Hildegard Haas:"Aus wissenschaftlicher Sicht ist das viel zu wenig, es muss ein wesentlich größerer Bereich sein. Sie können so in einer Größendimension denken von 300 bis 500 solcher Abschnitte, nur um eine Größendimension zu nennen, und dann eben diesen entsprechenden Vergleich zu tätigen. Erst dann wäre ein sogenannter Identitätsnachweis gegeben."

Auf der verzweifelten Suche nach weiteren Dann-Spuren, soll Patricia Cornwell sogar eines ihrer 32 Sickert-Gemälde aufgeschlitzt haben. In England hat ihr das mittlerweile selbst den Spitznamen "Patricia, The Ripper" - die Bilderschlitzerin - eingebracht. Die Verlage kümmert diese schlampige, unseriöse Vorgehensweise nicht. Sie wittern das große Geschäft und preisen das sensationelle Knowhow, das die millionenschwere Pathologin aus Leidenschaft angeblich besitzt.

Dabei hat sie bis heute nicht einmal die allgemeine Auffassung widerlegen können, dass der Maler Walter Sickert zum Zeitpunkt der Morde überhaupt nicht in London gewesen ist.

Richard Shone: "Wie jedes Jahr war die Sickert-Familie zu dieser Zeit im Urlaub in Frankreich, in Dieppe. Ich habe mindestens acht Beweise dafür: Dokumente, Briefe und sogar ein Bild, das Sickert dort gemalt hat, im August und September 1888."

Schwimmen war er also der Meister, während in London die Frauen dem Ripper in die Falle gegangen sind. Sieht ganz so aus, als ob Patricia Cornwell sein sechstes Opfer ist. Der Maler Walter Richard Sickert jedenfalls hätte an dieser Geschichte bestimmt seinen Spaß gehabt.

Scharfnase

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Lach mich tot
« Antwort #27 am: 31.08.2004 09:07 Uhr »
Hi Leute,

sehr schöner Verriss von PCs Lebenswerk - der Bayerische Rundfunk hat's einfach drauf! Derart kritische Untertöne hätte ich mir von der Reportage auf arte auch erwartet. Toll dass PC jetzt offiziell den Spitznamen "Particia The Ripper" trägt, weil sie Sickerts Gemälde aufschlitzt...;-)

Gott zum Gruße,
Scharfnase

Colin Benson

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Sickert war´s nun einfach nach heutigen Ermittlungen!!!
« Antwort #28 am: 31.08.2004 12:54 Uhr »
Ihr Lebenswerk?

Au Backe, da wird sie dereinst ihrem Schöpfer aber erklären müssen, was sie mit ihrer Zeit so angefangen hat.

Grüße

CB

Crazyspyro

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Die arme Cornwell
« Antwort #29 am: 06.09.2004 01:19 Uhr »
.......... wo wir wieder bei Cornwell wären.

Es ist sehr interessant zu lesen, was hier manche Personen alles über diese Frau wissen. Selbstverständlich hat sie alles nicht recherchiert und sich alles aus den Fingern gezogen - wenn dem so ist, dann hat die Frau ein überragendes Talent!!! Auch die Argumentationen über ihr gestörtes Verhältnis etc. sind sehr hervorragend dokumentiert - BRAVO für diese gelungene Aussage!!! Hallo!?!? Wenn man gegen den Täter Sickert ist, dann kann man dieses hier im Forum posten, aber die Cornwell hat sich nun mal Sickert vorgenommen und das ist verdammt noch mal ihr gutes Recht! Wer weiß, vielleicht war es auch Selbstmord (genau so bekloppt wie die Aussagen über Cornwell).

Man sollte dieses Buch erst mal lesen, dann wirken lassen und sich seine Meinung bilden. Diese sollte respektabel ausfallen, z.B. "sehr wage" oder "übertrieben" oder sogar "unwahr". Aber der Frau direkt eine physische Krankheit vorzuwerfen, ist gelinde gesagt recht erbärmlich. Wenn hier auch nur ein einziger sich zumindest die Arbeit gemacht hätte und dann von irgendwelchen Personen derart in den Dreck gezogen wird, dann ist dieses äußerst peinlich.

Mir soll mal jemand seine Semesterarbeit vorlegen, die werde ich dann auch analysieren und "zerfleddern".

Also zum mitschreiben: Kritisiert die Fakten im Buch, das ist euer gutes Recht, aber vergesst den Respekt über die gesamte Arbeit nicht!!!

P.S: Was den Bericht des Bayerischen Rundfunks angeht: Diesen könnte ich jetzt mit gleichen Recht auseinandernehmen und zerpflücken, aber ich lasse ihn so stehen. Seltsam ist nur die relativ scharfe Kritik des Autors, der wohl ebenfalls keinen Respekt vor der eigentlichen Arbeit hat. Dort wird nämlich kurioserweise auch eher die Person Cornwell angegriffen, als das Buch..... aber was soll man vom BR auch erwarten.

P.P.S.: Ich erinnere nur an den Bericht von Kabel 1. Die Dokumentation über JTR würde auch mit "Case Closed" abgeschlossen. Doch wurde dort "diplomatisch" gehandelt und jedem sein eigenes Urteil überlassen. Das nenne ich korrekte Meinungsfreiheit, ohne persönliche Urteile zu treffen.

DANKE