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Allgemeine Diskussion / Re: "Rangliste"
« Letzter Beitrag von Lestrade am 07.04.2020 15:35 Uhr »
Hallo Stordfield, Arthur!

Nun, wie sieht es inzwischen bei mir aus?

Ich halte nach wie vor “Kosminski“ für den wahrscheinlichsten Kandidaten als Jack the Ripper. Nach den vielen Jahren des Versuchs des Verstehens seiner “Problematik“, erlebe ich gerade wieder eine Veränderung in meinen Ansichten. War es früher David Cohen und sogar Jacob Levy, welche ich in der Kosminski- Theorie “passend“ machen wollte und sozusagen wieder verwarf, galt das die letzten Jahre eindeutig für Aaron Kozminski. Aber jetzt, eben nach vielen Jahren, hege ich Zweifel an dessen “Schuld“. Das nun bereits seit einigen Monaten und die Zweifel wurden durch Adam Wood´s Buch über Swanson, nicht gerade weniger. Wie kommt´s?

Ich kann das aktuell überhaupt nicht ausformulieren. Es ist auch nicht so, dass ich Aaron Kozminski nun ausschließe. Es änderte sich bei mir eigentlich an dem Punkt, an dem ich mir zu hundert Prozent sicher war, dass es sich bei ihm um “Kosminski“ handeln muss. Eine Rolle dabei spielte auch die “Kosminski- letter“, dessen Echtheit immer noch mit großer Vorsicht genossen werden sollte. Aber was, wenn dieser Brief tatsächlich echt ist? Natürlich könnte damit immer noch Aaron Kozminski gemeint sein aber sein dortiges, beschriebenes Verhalten, entsprach stets eher meiner Erwartung als die, mit der Aaron Kozminski eigentlich beschrieben wurde. Nicht das beide Varianten für einen einzigen Mann sprechen könnten aber es verunsicherte mich, gerade, weil ich erstere Beschreibung für wahrscheinlicher halten würde. Natürlich ist die Nennung des Namens “Tilly“ im Brief wiederum ein Schritt in die Aaron Kozminski Richtung, da seiner Schwester Matilda hieß. Aber, ich habe ja nun viele Kozminski Familien gesehen, in denen man, in ihrer Gesamtheit, mehr als eine Golda (der Name der Mutter in der AK Familie) finden konnte. Warum also nicht auch im Falle einer Matilda? Kosminskis gab es offenbar deutlich mehr als man lange annehmen musste, wenn auch eher selten unter den ursprünglichen Namen sondern unter Cohen, Abrahams, Kaye, Koch, Cohn, Kozman usw. Außerdem kann man schlecht nachvollziehen, inwieweit diese Familien miteinander verbunden waren. Ich würde nicht einmal mit Sicherheit sagen können, ob der wahre “Kosminski“ nicht tatsächlich aus der Aaron Kozminski “Familie“ stammte. Falls dann ein weiteres Familienmitglied, wie eben Aaron, ebenfalls in Colney Hatch landete, dann war das für alle Beteiligten, wie auch für uns, ein tragischer Zufall aber nicht gänzlich auszuschließen. Mir fällt da Batty Gardens (siehe Berner Street) ein, wo einst ein Wolf Kosminski lebte und mit ziemlicher Sicherheit ein Lubnowski aus der AK Familie. Wie waren deren Verbindungen untereinander? Aber ich will es nun weiter gar nicht verkomplizieren, nur einige Denkansätze erwähnen…

Eine andere Sache die bei mir immer mehr Gestalt annahm, ist die Arbeit der Polizei. In einem Pressebericht (Anderson) wird erwähnt, dass einflussreiche, jüdische Geldgeber, die Überführung des Verdächtigen verhinderten. Vielleicht gab es einen “inoffiziellen Wettbewerb“ zwischen ihnen und den führenden Köpfen der Kriminalpolizei, der, wenn auch nicht ganz legal, ausgefochten werden musste. Vorstellbar wäre das, mit dem Ergebnis, dass “Kosminski“ ohne offizielle Aufnahmen nach Stepney und dann nach Colney Hatch kam und dort verstarb. Möglicherweise war sogar seine Akte bei der Polizei woanders zu finden und nicht an den offiziellen Orten. Das wäre so eine “Idee“…

Um es hier etwas abzukürzen: Aktuell bin ich wieder etwas offener, was die wahre Identität von “Kosminski“ betrifft und nicht allzuweit von euch beiden entfernt, ob der wahre Täter uns nicht vollkommen “fremd“ ist. Vielleicht ist der “Kosminski- Brief“ die einzige Quelle (neben Anderson und Co), die auf einen Mann hinweist, der schlicht und einfach als “Kosminski“ bekannt war und dann mit Sicherheit nicht David Cohen gewesen sein kann und vielleicht auch nicht Aaron Kozminski.

Hoffe, euch geht es gut.

Beste Grüße, Lestrade.
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Allgemeine Diskussion / Re: "Rangliste"
« Letzter Beitrag von Arthur Dent 2 am 04.04.2020 09:05 Uhr »
Hi Stordfield!

Zitat
Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich ja nun schon mit der Thematik JtR, aber ich muß gestehen, dass ich für mich immer noch keinen Hauptverdächtigen ausmachen konnte.

Schon die zeitgenössischen Ermittler, die unmittelbar an dem Fall dran waren, konnten sich da nicht einigen - wieso sollten wir über hundert Jahre später ohne neue handfeste Beweise in einer besseren Situation sein?
Zwar gibt es heutzutage neue forensische Methoden, aber leider benötigen diese den direkten unkontaminierten Zugriff auf die Tatorte, Opfer, Verdächtigen und Sachbeweise - und das ist nach einem Jahrhundert leider nicht mehr möglich.
Zum Beispiel wurden ja diese Geschichten mit den DNA-Analysen unter der Briefmarke und dem Schal gehyped - aber erstens können beide weder den entsprechenden Personen wirklich eindeutig zugeordnet werden, und zweitens ist eine Kontamination nicht auszuschließen. Das hat also die Sachlage auch nicht wirklich verbessert.

Zitat
Ein bischen bin ich davon überzeugt, dass ich die üblichen Kandidaten ausschließen kann, denn die unermüdliche und bewundernswerte Arbeit der Ripperologie- Gemeinde hätte sicher noch mehr Früchte getragen, stünde etwas Handfestes hinter den bekannten Namen.

Da möchte ich widersprechen: Das Fehlen von Beweisen bedeutet ja keineswegs, dass man diese Verdächtigen alle ausschließen könnte - sonst hätten Ermittlungsbehörden und wir überhaupt keine Verdächtigen mehr und könnten es gleich lassen. Wir haben ja leider das Problem, dass über die Jahre auch Vieles verloren gegangen ist und es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, wirklich Neues zu erfahren.
Nur neue Beweismittel, die die Verbrechen für einen Verdächtigen unmöglich machen würden, könnten heutzutage einen Kandidaten wirklich noch ausschließen. Zum Beispiel wenn Beweise auftauchen würden, dass ein Verdächtiger zur Zeit der Morde ganz woanders war - vielleicht sogar nachweisbar in einem Gefängnis.

Zitat
Ich gehe, wie wohl die meisten Mitglieder hier, von einem uns noch völlig fremden Täter aus.

Das halte ich - wie schon mehrfach hier im Forum erwähnt - ebenfalls sehr gut für möglich.

Zitat
Nicht weit entfernt von dieser These favorisiere ich zwei Mörder (getrennt), oder sogar mehrere, die unabhängig voneinander töteten.

Das hingegen halte ich - bezogen auf die Kanonischen Fünf inklusive Martha Tabram - aufgrund der doch recht speziellen und seltenen gemeinsamen Tatmuster in einem sehr kurzen Zeitraum auf einem sehr kleinen Gebiet für äußerst unwahrscheinlich. Stichworte: Opferwahl, Vorgehensweise, Overkill mit Unterleibsvertümmelungen und Organentnahmen (was in Kriminalstatistiken sehr speziell und selten ist).
Die übrigen Fälle wie z.B. Frances Coles oder Alice McKenzie weichen allerdings auch m.E. zu stark vom Muster ab, um sie mit hinreichender Wahrscheinlichkeit JTR zuzuordnen - dafür sind die Morde zu gewöhnlich (wobei man natürlich auch argumentieren kann, dass JTR da wie bei Stride nur einfach nicht "fertig" wurde). Aber in diesen Fällen sind sich die Ripperologen ja sowieso einig, dass sie sich deswegen darüber uneinig sind.

Zitat
Auch den Torso- Killer beziehe ich mittlerweile wieder in mein Ranking ein.

Die Torso-Morde sind für mich hingegen völlig außen vor. Für mich wurden die Morde an den Kanonischen Fünf und die Torso-Morde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von zwei verschiedenen Tätern begangen. Hier liegen zwei völlig unterschiedliche Vorgehensweisen und ein eklatanter Unterschied im Grad der Organisiertheit vor. JTR war bis auf das Mitführen seines Messers ein weitestgehend unorganisierter Gelegenheitstäter - der Torso-Mörder hingegen war offensichtlich ein organisierter Täter.
So muss der Torso-Mörder z.B. von Anfang an einen sicheren Ort zum Zerstückeln und Verpacken der Leichen gehabt haben - warum hätte er dann das Risiko eingehen sollen, sein "Werk" auch im öffentlichen Raum zu verrichten, wo erstens massives Entdeckungsrisiko bestand und er zweitens befürchten musste, nicht "fertig" zu werden? Das ergibt für mich keinen Sinn.

Aufgrund welcher Überlegungen beziehst du inzwischen die Torso-Morde wieder mit ein?


MfG, Arthur Dent



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Allgemeine Diskussion / Re: "Rangliste"
« Letzter Beitrag von Stordfield am 01.04.2020 05:04 Uhr »
Hallo!

Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich ja nun schon mit der Thematik JtR, aber ich muß gestehen, dass ich für mich immer noch keinen Hauptverdächtigen ausmachen konnte. Eigentlich bin ich nach wie vor völlig überfragt. Ein bischen bin ich davon überzeugt, dass ich die üblichen Kandidaten ausschließen kann, denn die unermüdliche und bewundernswerte Arbeit der Ripperologie- Gemeinde hätte sicher noch mehr Früchte getragen, stünde etwas Handfestes hinter den bekannten Namen.
Ich gehe, wie wohl die meisten Mitglieder hier, von einem uns noch völlig fremden Täter aus. Nicht weit entfernt von dieser These favorisiere ich zwei Mörder (getrennt), oder sogar mehrere, die unabhängig voneinander töteten.
Auch den Torso- Killer beziehe ich mittlerweile wieder in mein Ranking ein.
Wie sieht es denn inzwischen bei euch so aus?

Gruß Stordfield

Bleibt gesund!
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Infos - Anregungen - Kritik / Re: jacktheripper.de feiert jubiläum!
« Letzter Beitrag von Stordfield am 14.03.2020 16:40 Uhr »
Herzlichen Glückwunsch zu 25 Mio Seitenaufrufen!!!!  :yahoo:
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Hi Arthur!

Ein Frage:

Zitat
So muss man annehmen, dass Swanson niemals das Mile End Arbeitshaus mit "Stepney" oder das Seaside Home in Brighton niemals nur als "Seaside Home" sondern als "Hove" bezeichnet hätte.

Wie kommt der Autor zu dieser Einschätzung? Hat er andere Äußerungen Swansons zum Arbeitshaus und dem Seaside Home gefunden, die erkennen lassen, dass Swanson diese Einrichtungen gewohnheitsmäßig mit ganz bestimmten eindeutigen Bezeichnungen betitelt hat, so dass seine Formulierungen den Ripper-Verdächtigen betreffend davon deutlich abweichen?

Genauso scheint es zu sein. Mit der Zeit kann ich das wohl besser darstellen, wenn ich das Buch gelesen habe. Adam hatte wohl unzählige Dokumente lesen können.

Soweit ich weiß, wurden die anderen, in Frage kommenden Arbeitshäuser, bereits vor langer Zeit in ihren Aufzeichnungen durchsucht. Einige Aufzeichnungen konnte ich selbst durchschauen. Übrig blieb dabei nur das Arbeitshaus/ Krankenhaus in Whitechapel mit Aaron Davis Cohen/ David Cohen. Es muss schon beinahe 10 Jahre her sein, als ein Ripper Forscher einen weiteren Aaron Kozminski fand. In dieser Familie gab es auch einen Samuel und einen Wolf, die ihren Zunamen Kosminski änderten, jedoch nicht in Abrahams oder Cohen. Dieser Aaron soll ebenfalls Barber gewesen sein und die Familie auch ein Butcher Geschäft betrieben haben und zwar in der Nähe Aldgate. Gefunden wurde diesbezüglich jedoch nichts. Ein weiterer Aaron könnte natürlich für Aaron Davis Cohen sprechen, falls es denn der richtige Mann war, was man in die Umbenennung in David Cohen anzweifeln könnte. Der Kontakt des Ripper Forschers verstarb dann aber überraschend. Ich weiß nicht, was aus dieser Sache wurde. Der Forscher fand wohl übrigens eine Menge Kosminski, die ihren Zunamen änderten, viele davon in Abrahams.

Bei David Cohen bleiben mir, bei allem Interesse, weiterhin Zweifel. Gerade wenn man Cox auch diesen Verdächtigen zuordnen möchte oder die Aussage, dass "Kosminski" nochmals einige Zeit auf freiem Fuss verbracht haben soll. Bleibt auch noch die "Kosminski letter", deren Echtheit noch nicht beweisen ist, auch wenn ein weiterer Experte, von einer Echtheit ausgeht.

Neulich las ich, dass Anderson erwähnt haben soll, dass jüdische Geldgeber, die Überführung von Kosminski verhindert haben sollen. Ich denke, damit war die Einweisung, weg von der Straße, in eine private Anstalt gemeint. Bei solch einem Einfluss, kann man nicht mal sicher sein, ob jener Kosminski überhaupt in einem Krankenhaus bzw. Colney Hatch offiziell eingetragen wurde, um einen weiteren Zugriff von außen zu verhindern. Meine Zweifel der letzten Monate, finden bisher in Adam´s Buch Bestätigung, irgendwie. So losgelöst fühlte ich mich seit Ewigkeiten nicht in diesem Thema. Nicht wegen "Kosminski" an sich sondern dem wahren Namen dahinter.

Lestrade.
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Hi Lestrade!

Da bin ich ja mal gespannt, was der Autor noch an interessanten Details über Swanson liefert.

Ein Frage:

Zitat
So muss man annehmen, dass Swanson niemals das Mile End Arbeitshaus mit "Stepney" oder das Seaside Home in Brighton niemals nur als "Seaside Home" sondern als "Hove" bezeichnet hätte.

Wie kommt der Autor zu dieser Einschätzung? Hat er andere Äußerungen Swansons zum Arbeitshaus und dem Seaside Home gefunden, die erkennen lassen, dass Swanson diese Einrichtungen gewohnheitsmäßig mit ganz bestimmten eindeutigen Bezeichnungen betitelt hat, so dass seine Formulierungen den Ripper-Verdächtigen betreffend davon deutlich abweichen?

MfG, Arthur Dent
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Hallo an alle Interessierten!

Adam Wood´s Buch über Swanson ist nun auf dem Markt. Bisher habe ich es natürlich noch nicht gelesen, nur ein wenig in der dicken Schwarte geblättert. Von anderen in unserer Ripper Gemeinde, wird es in höchsten Tönen gelobt. Ganz offensichtlich hat Adam Swanson mehr als gründlich studiert. Bezüglich Swanson´s Aussagen, scheint mir das von enormer Wichtigkeit. So muss man annehmen, dass Swanson niemals das Mile End Arbeitshaus mit "Stepney" oder das Seaside Home in Brighton niemals nur als "Seaside Home" sondern als "Hove" bezeichnet hätte. Dies schwächt den Fall von Aaron Kozminski als jenen "Kosminski" ab. Er beschäftigt sich mit den beiden Brüdern Martin und Samuel Kosminski und mit David Cohen und gibt den Zeugen Joseph Hyam Levy mehr an Bedeutung. Aaron Kozminski hält er nicht für den potentiellen Ripper. Das ist natürlich nur ein winziger Einblick, ich sollte erst das komplette Buch gelesen haben.

Bestellen kann man es u.a. auf Adam´s Mangobooks und Amazon:

http://www.mangobooks.co.uk/book.php?b=7

https://www.amazon.co.uk/Swanson-Life-Times-Victorian-Detective/dp/0993180612

Gruß, Lestrade.
 
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Allgemeine Diskussion / Re: Warum nannte er sich Jack
« Letzter Beitrag von Stordfield am 21.02.2020 01:37 Uhr »
Hallo!

Übrigens ist der Name Jack eine englische Kurzform von John, nicht wie oft vermutet von Jakob (Schade eigentlich, gäbe Stoff zum Spekulieren  ;)). Eine ähnliche Namensform lautet Jake. Er bedeutet in etwa "Gott hat Gnade erwiesen". (Quelle: amicella. net)
Das bringt uns nicht ein Fitzelchen weiter, ich weiß, wollte es nur mal erwähnen.

Gruß Stordfield
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Hallo!

Hab es mir auf youtube angeschaut/angehört. Nicht schlecht, hätte ich nicht erwartet. Nur die weiblichen Stimmen sind etwas dünn, finde ich.

Gruß Stordfield
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Weitere Verdächtige / Stephen Herbert Appleford
« Letzter Beitrag von Stordfield am 13.02.2020 19:44 Uhr »
Hallo!

Laut Eduardo Cuitiño führten zwei Jahre sorgfältiger Forschung dazu, dass er den Arzt Stephen Herbert Appleford als Ripper identifizieren konnte. Der Professor für Statistik an der Universität ORT in Montevideo sagte, Appleford sei ein Chirurg, der im Londoner Krankenhaus von Whitechapel arbeite - dem Gebiet, in dem die Opfer starben - und besaß mit 36 Jahren ein "angemessenes Alter eines Psychopathen" sowie einen überdurchschnittlichen IQ, Merkmalen, die bei dieser Art von Kriminellen häufig vorkommen.
Appleford (geb. 1852) stammte aus der Stadt Coggeshall in Essex, wo Cuitiño sagte, die Bewohner als "dumm" bezeichnet wurden, was ihn möglicherweise zu einem sozialen Ausgestoßenen gemacht habe. Obwohl er später heiratete (Mary Sergeant ?), war er zur Zeit der Morde ledig, ohne Kinder und lebte mit seinen Schwestern in einem Haus (evtl. 177 Finsbury Circus). Er hatte auch "große körperliche Stärke", weil er an der Universität im Rudern und Schwimmen antrat.
Nach Cuitiños Meinung begann Appleford 1881 nach dem Tod seiner Mutter, der er sehr nahe stand, seine Verbrechen zu begehen. Ein Jahr später gab es einen Mordversuch an einer Frau, den der Uruguayaner dem Ripper und damit Appleford zuschreibt.
Appleford war laut Cuitiño auch Linkshänder, "genau wie der Mörder, der die Kehlen von rechts nach links durchtrennte". Dies sei auf die Analyse der Handschrift des Arztes zurückzuführen, die aus einer Volkszählung hervorgegangen sei, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterzeichnet worden war.
Cuitiño erzählte, er benutzte Google Maps, um eine geometrische Theorie über die Verbrechen zu entwickeln, insbesondere der beiden, die in der Nacht vom 30. September 1888 begangen wurden. Der Mathematiker wies auch auf einen Artikel hin, den der Arzt im British Medical Journal über das Tragen von medizinischen Messern veröffentlichte, die man am Körper verbergen konnte.
Laut Cuitiño war dies eine Möglichkeit, sich über die Polizei lustig zu machen, berichtet die spanische Zeitung El Pais.
Appleford starb am 31. August, dem gleichen Datum wie das erste Verbrechen, im Jahr 1940, als er 88 Jahre alt war.
Cuitiño fügte hinzu: "Wahrscheinlich hat er Selbstmord begangen und ganz England bis zu seinem letzten Lebenszeichen ausgelacht."
Der Ripper- Entlarver, der 11.000 km von London entfernt lebt und die Stadt noch nie betreten hat, gab zu, dass es möglicherweise Widerstände über seine Behauptungen gibt, die in einem Aufsatz mit dem Titel "Reisen durch die Zeit, um Jack the Ripper zu fangen" veröffentlicht wurden. Aber der 38-jährige Professor sagte: "Mein Interesse ist es, die Geschichte der Mathematik zu verknüpfen. Ich versuche, den Rätseln und Mysterien einen mathematischen Ansatz zu geben." Und um zu seiner Schlussfolgerung zu gelangen, verbrachte er zwei Jahre damit, die geografischen Standorte der Verbrechen auf einer Reihe von Computersimulatoren zu analysieren und die online gesammelten Informationen zu nutzen.
(Quellen: Daily Mail, JtRforums.com, Daily Mirror)

"Warum nur müssen immer mehr namhafte Viktorianer zu Unrecht angeklagt werden?" (Mike Covell)
Das frage ich mich auch.

Gruß Stordfield
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