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Fiona Rule „The Worst Street in London“
224 Seiten
Ian Allan Ltd, 2008
ISBN: 978-0711033450

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es handelt sich hier um kein Ripper Buch. Selbstverständlich hat die Autorin dem Whitechapel-Mörder auch ein Kapitel gewidmet, aber diese Informationen sollten jedem bekannt sein, der sich auch nur ansatzweise für den Fall interessiert. Die teilweise persönlichen Interpretationen auf 35 Seiten sind zwar nett, muss man aber nicht für bare Münze nehmen. Abgesehen davon bietet das Buch eine Fülle von Informationen, die man in so komprimierter und gut aufbereiteter Form in neuzeitlichen Werken eher selten findet.

Wie entstand Spitalfields überhaupt? Warum herrschte dort, nicht nur in der viktorianischen Zeit, soviel Armut und Kriminalität? Den Antworten auf diese Fragen wird Fiona Rule mehr als gerecht und sie versteht es ein Bild zu zeichnen, das dem Leser die dramatischen Lebensumstände sehr einfühlsam und im gleichen Maße ungeschönt darstellt. Immer wieder tauchen die Namen Jack (John) McCarthy, der Vermieter des Ripper-Opfers Mary Kelly, und William Crossingham auf und erst hier wird einem klar, wie viel Einfluss diese beiden „big player“ auf das damalige Straßenbild rund um Dorset Street hatten.

Besonders hervorzuheben sind die immer wieder auftauchenden Informationen, woher eine Straße überhaupt ihren Namen hat und wann, sowie weshalb, eine Umbenennung erfolgte.


Fazit:
Dieses Buch hat seinen Platz zwischen Mayhew, Booth, Fishman, London, Dickens etc. mehr als verdient! Niemand der sich für die Hintergründe des damaligen East End interessiert wird/sollte daran vorbeikommen. Schade, dass es nur 224 Seiten sind.

 

Thomas Schachner
(Dokument zuletzt bearbeitet am 18.10.08)


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