Autor Thema: From Hell - der Film  (Gelesen 25284 mal)

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Than

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From Hell - der Film
« Antwort #15 am: 25.03.2004 12:26 Uhr »
Wieso bin ich die einzige, die mit der Frau da, die Kelly gespielt hat zufrieden?  :roll: Hab ich was falsch gemacht?  :?

Rolf

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From Hell - der Film
« Antwort #16 am: 25.03.2004 22:49 Uhr »
Bist du nicht. Ich fand sie auch gut.

Gruß
Rolf

Offline dasilva

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From Hell - der Film
« Antwort #17 am: 17.04.2004 21:14 Uhr »
Hi,

ich habs schon an anderer Stelle hier im Forum gepostet (hab diesen Tread nicht gesehen)

Ich fand den Film "Grottenschlecht".  
Das bezieht sich jetzt aufs Thema. Bis auf die Tatsache das 5 Frauen 1888 ermordet worden sind und "einige" Sachen auf den Ripper hinweisen hat der Film wirklich nichts mit dem "echten" zu tun.

Als reiner Fantasy streifen geht der so grad noch durch... aber mehr auch nicht.

Gruß Silvi

Ach ja, ich fand keine Figur gut besetzt. Die Kelly hat mir zwar gut gefallen *g*.. aber unter "Mary Kelly" stell ich mir jemand anderes vor.
Da wir von allem nichts verstehen, reden wir überall mit.

oder

Reden Sie einfach weiter, irgendwann wird was sinnvolles dabei sein.

Ich denke, Sie sind ein harmloser Trottel, aber ich will ganz offen sein, nicht jeder denkt so positiv über Sie.

Offline academyfightsong

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From Hell - der Film
« Antwort #18 am: 18.04.2004 16:32 Uhr »
hmm,
das ist natürlich reine geschmackssache, aber man sollte nicht vergessen, das from hell letztendlich auf einem comic basiert. den hughes brothers stand eine ganze riege an erstklassigen beratern zur seite und rein optisch, finde ich den film  sehr gelungen. was vielleicht auch daran liegt, das ich trotz hollywood abneigung, alle hughes filme sehr gern mag. die "brüder" können das einfach... :wink:
wie gesagt, rein optisch ist der film für mich gaaanz grosses tennis!

Estelle

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Naja
« Antwort #19 am: 21.04.2004 20:32 Uhr »
Also ich fand den Film eigentlich nicht schlecht, schön für einen Filme Abend, aber irgendwie war es zu "filmhaft". Wenn man den Film sieht denkt man es wäre ein Horrorfilm, und nicht in echt mal passiert!

Anubia Draghawk

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From Hell - der Film
« Antwort #20 am: 28.09.2004 18:52 Uhr »
hi leutz
sorry das ich das grad ml so reinwerfe ich fand den film ehrlich gesagt witzig dafür hält mich auch ne freundin von mir mich für bescheuert(jack) aber ich weiß genau wie sie nicht was der film mit jack the ripper zu tun hatte das war eine föllig andere geschichte!

Robert Ripley

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From Hell - der Film
« Antwort #21 am: 06.10.2004 17:13 Uhr »
Ich stelle mir vorallendingen Inspector Abberline irgendwie "anders" vor, als Johnny Depp ihn gespielt hat......

Offline academyfightsong

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taz Nr. 6688 vom 28.2.2002
« Antwort #22 am: 16.10.2004 15:44 Uhr »
Der Antibildungsroman

Das Interesse gilt nicht dem Mythos, sondern den politischen und sozioökonomischen Implikationen des historischen Kriminalfalls: Allen und Albert Hughes "Jack the Ripper"-Adaption "From Hell"

von ANDREAS BUSCHE

Die Milieus, in denen die Hughes Brüder Allen und Albert ihre Filme ansiedeln, haben sich seit ihrem Debütfilm "Menace 2 Society" kaum verändert. Das Suburbia-Ghetto von Watts unterscheidet sich nur oberflächlich vom pittoresken Whitechapel District des viktorianischen Londons, in dem ihr neuer Film "From Hell" spielt: Gewalt bleibt hier wie dort die einzig verbindliche Sprache, und ihre Überpräsenz schafft eine Atmosphäre permanenter Anspannung. Das Leben im Ghetto findet unter der Prämisse absoluter Selbstkontrolle statt: Am unteren Ende des sozialen Spektrums ist Paranoia die wesentliche Überlebenstechnik.

Die jüngste Ghetto-Adaption der Gebrüder Hughes führt dabei allerdings in ein archaisches Territorium wenig strukturierter Gewaltformen. In ihrer Version vom Whitechapel des Jahres 1888, das Jahr, in dem "Jack the Ripper" während des so genannten "Autumn of Terror" fünf Prostituierte bestialisch massakrierte, eskaliert Gewalt an jeder Straßenecke. Allen und Albert Hughes waren nicht an einer Fortschreibung des niederschmetternden Ghetto-Realismus ihrer Filme "Menace 2 Society" und "Dead Presidents" interessiert, als sie sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, die Graphic Novel "From Hell" von Alan Moore (Autor) und Eddie Campbell (Zeichner) zu verfilmen. "From Hell" galt Ende der 80er-Jahre als der ambitionierte Versuch eines epochalen Comics, der die Taten von "Jack the Ripper" in einem kruden Fakten/Fiktion-Potpourri als Vorhut eines humanistischen Werteverfalls - an der Schwelle zum Jahrhundert der Weltkriege und Genozide - überzuinterpretieren versuchte. Die Apokalyptik dieser Deutung, zu der auch die Zeugung Adolf Hitlers im österreichischen Braunau parallel montiert wurde, zeigte sich schon in Campbells rüden Schraffuren seiner holzschnittartigen Bildtafeln. Die Begrenzungen der Bilder wurden fast zu klein, die Linien schienen aus dem klaustrophobischen Comicfenster ausbrechen zu wollen.

Dementsprechend tableauartig ist den Hughes Brüdern auch das Setting der Graphic-Novel-Adaption ausgefallen. Gleich zur Eröffnung gleitet die Kamera unter dem opiumgeschwängerten Blick Johnny Depps aus der Panorama-Totalen in die pfuhligen Straßenzüge von Whitechapel hinab. Und dieses Whitechapel der Hughes Brüder ist noch viel mehr Hölle, als es selbst Campbell in seinen Zeichnungen imaginierte: ein erzviktorianisches Gotham City, in dem der Mob, weggeschlossen vom gesellschaftlichen Leben, seine eigenen archaischen Organisationsformen entwickelt hat. Dass "From Hell" der bisher beste "Gothic Horror Comic"-Film der letzten Jahre geworden ist - "The Crow" weit überlegen - ist nur ein positiver Nebeneffekt des hehren Anliegens der Gebrüder Hughes.

Depp spielt den Typus des gebrochenen Polizisten, wie er im Kino eigentlich erst mit dem Copfilm der 70er-Jahre eingeführt wurde. In der Vorlage, die sich zumindest bei formalen Äußerlichkeiten akribisch an historische Vorgaben hält, ist die Figur des Inspector Fred Abbeline psychisch wesentlich gefestigter. Im narkotischen Blick Depps aber offenbart sich eine exemplarische Kaputtheit, von der die Hughes Brüder bildgewaltig erzählen wollen. Die Suche nach dem abgetauchten Abbeline führt seinen Partner Peter Godley immer wieder zurück in die Opiumhöhlen von Whitechapel, wo Abbeline seine dräuenden Todesvisionen in Opiumschwaden zu verdrängen versucht. Man erkennt sehr früh die Affinität der Hughes Brüder für solche Rituale der Selbstzerstörung, wenn sie Abbelines Drogenzeremonien Schritt für Schritt verfolgen. In ihren Laudanum-geschwängerten Bildern findet sich trotzdem kein Zeichen von Erlösung. Die spritzigen Drogencocktails, die hier gemischt werden, sind die überpointierte Metapher für das Scheitern der englischen Klassengesellschaft.

Auf die berechtigte Frage, was sie am "Jack the Ripper"-Stoff überhaupt interessiert hat, haben Allen und Albert Hughes in einem Interview geantwortet, dass es ihnen weniger um den Mythos als vielmehr um die politischen und sozioökonomischen Implikationen ging, die in dem historischen Kriminalfall angelegt sind: die Dekadenz einer selbst erklärten weißen Führungselite, ihre Korrumpierbarkeit und die Gewalt, die aus diesen Machtverhältnissen erwächst. Da berufen sich die Hughes Brüder mit "From Hell" natürlich auf eine historisch zweifelhafte Quelle: "From Hell"-Autor Alan Moore hat seine Graphic Novel im Wesentlichen auf der inzwischen längst für unhaltbar erklärten "Königshaus"-Verschwörung aufgebaut, laut der der "Ripper" im Auftrag der Königin von England gehandelt hätte, um einen Skandal im Buckingham Palace zu vertuschen. Der "Ripperologe" Stephen Knight hatte diese Theorie in seinem Buch "The Final Solution" (1978) entwickelt, war aber schon bald von anderen "Ripper"-Experten widerlegt worden. Seine Verschwörungstheorie hat sich trotzdem bis heute wacker behauptet.

Für Allen Moore war sie als Handlungsgerüst natürlich nur recht und billig, um seinem Abgesang auf die Zivilisation mit der Demontage des britischen Empire gleich in angemessene Dimensionen zu schrauben. Die Hughes Brüder nutzen den nihilistischen Schwung von Moores historischer Allegorie allerdings nicht zur Verifizierung eines epochalen Antibildungsromans. Sie versuchen sich vielmehr an einer "Oral History" des englischen Subproletariats des späten 19. Jahrhunderts. Das kann im Rahmen eines solch opulenten Kostümschinkens natürlich nur halbherzig rüberkommen. Trotzdem ist "From Hell" immerhin, der Vorlage entsprechend, die erste wirklich erwachsene Comic-Verfilmung geworden.

"From Hell". Regie: Allen und Albert Hughes, mit Johnny Depp, Heather Graham u. a., USA 2001, 137 Min.

 :arrow: meine DVD sagt mir: 117 min.

 :arrow: weiss zufällig jemand, ob es noch einen director's cut gibt?

Offline thomas schachner

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From Hell - der Film
« Antwort #23 am: 16.10.2004 16:16 Uhr »
momentan nur das..


http://www.imdb.com/title/tt0120681/alternateversions



kann ich das review so auf die neue seite packen afs?


gruss
thomas.
<~> any propaganda is good propaganda, as long as they spell your name right <~>

Offline academyfightsong

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« Antwort #24 am: 16.10.2004 17:01 Uhr »
hi thomas,
danke für den link.

ob du das review online stellen kannst, muss ich erst mit dem autor busche klären. der ist durchaus am thema interessiert und von daher denke ich, dass er nichts dagegen haben wird. ich geb dir am montag oder dienstag bescheid.

gruss...

Sebastian Melmoth

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From Hell - der Film
« Antwort #25 am: 01.11.2004 23:57 Uhr »
hi zusammen,
also ich hab jetzt beide Filme gesehen. Jack the Ripper mit Michael Cane und nun auch From Hell mit Johnny Depp. Der Film mit Cane hat mich weit mehr überzeugt als der zweite. Nicht nur vom schauspielerischen, auch von der Geschichte halte ich ihn für den besseren.
Einen drogensüchtigen Abberline, der mit Mary Kelly ein Verhältnis hat, finde ich doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Mal ganz davon abgesehen, finde ich das ein amerikaner keinen engländer spielen kann.
Seht euch den Film nur mal im englischen Original an. Ich habe mir Michael Cane schon allein wegen der Sprache mehrfach angesehen. Ich würde sagen, Johhny Depp 5 und Michael Cane eine 2. Aber das ist ja wie fast alles eher subjektiv zu betrachten.

Greetz
Sebastian Melmoth

Offline academyfightsong

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From Hell - der Film
« Antwort #26 am: 02.11.2004 11:53 Uhr »
hi,
komisch das immer alle darüber herziehen, dass abberline in from hell drogensüchtig ist. die hughes brothers haben einfach nur auf die person robert lees, in ihrem epos verzichtet und seine hellseherischen fähigkeiten auf abberline übertragen. durchaus legitim, wenn man bedenkt, dass es für eine 1 zu 1 umsetzung des comics, einen 4 stunden film alá vom winde verweht gebraucht hätte.

ps: ich schaue alle filme, wenn möglich, im original und kann dazu nur sagen, dass johnny depp vor beginn der dreharbeiten, 3 monate lang dialekte gelernt hat. in schulnoten: michael caine 1 (is ja klar), johnny depp 3, heather graham 5!.

John H. Watson

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Randbemerkung
« Antwort #27 am: 03.11.2004 10:49 Uhr »
Tach zusammen,

also ich hab mal wieder das Bedürfnis was loszuwerden.
Auch ich habe beide Filme gesehen. Und ich finde beide sehr gut gemacht. Jeden auf seine Art und Weise natürlich. Aber es handelt sich hier um SPIELFILME. Wenn ich eine Dokumentation darüber sehen will, muss ich Discovery Channel gucken oder was weiß ich. Ich kann von einem Unterhaltungsfilm nicht erwarten, das er sich an alle Fakten hält.
Es gibt da draußen nicht nur Hobbyripperologen sondern eine breite Masse die einfach nur einen spannenden Film sehen will und die es bei demGedanken an JTR gruselt, mehr nicht - und diese Masse muß angesprochen werden. Ich für meinen Teil freue mich wenn Szenen gezeigt werden die möglichst nah ans "Original" reichen. Das reicht mir bei einem Spielfilm vollkommen aus. Klar würd ich mir auch mal einen Dokumentarfilm wünschen, aber bis dahin müssen wir uns wohl mit dem begnügen was wir kriegen. By the way: Die entfernten Szenen aus From Hell hätten sie besser dringelassen, vielleicht würde er dann besser wegkommen.

Amina the Ripper

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...
« Antwort #28 am: 22.06.2005 11:55 Uhr »
Ich finde "From Hell" wirklich gut, besonders weil dort mein lieber Johnny Depp in der Hauptrolle ist  :roll: Aber ansonsten wusste ich gleich von Anfang an, bevor ich den Film sah, dass er auf dem Comic basiert, da ich mich vorher gründlich informiert hatte.
Auch wenn es um Jack the Ripper geht finde ich den Film von der Idee her ein wenig zu einfach, da doch Jack the Ripper die Weintraubenstiele nicht einfach so liegen lassen würde. Wir wissen doch alle, dass der Ripper keine Beweise hinterließ!
Und hätte es sich wirklich so im Falle von Weintrauben abgetragen, dann frage ich mich warum ihn trotz allem keiner schnappen konnte, wo doch Inspector Abberline so ein "Genie" war!

PreteRosso

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From Hell - der Film
« Antwort #29 am: 08.07.2005 15:45 Uhr »
Hmm, ich hab den Film auf DVD  :D
From Hell..
allerdings beginne ich erst so mit Jack the Ripper, der Person an sich, dass ich nicht sagen kann, ob der Film eben so... geschichtlich und so gut ist  :wink:

Was ich über Kinski sagen kann, ist, dass ich zwar nicht diesen Ripper film gesehen habe, sehr wohl jedoch eine andere Produktion von ihm, und zwar "Paganini" .... absoluter Blödsinn kann ich nur sagen, dieser Kinksi scheint echt nicht ganz richtig im Kopf zu sein  :shock:  :shock: