Autor Thema: Frederick Deeming  (Gelesen 26364 mal)

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Thorsten

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #45 am: 29.01.2014 20:47 Uhr »
@Lestrade

Gib doch bitte einmal links an, für Sachen, die Du als Deine Meinung deklarierts. Du hast es hier nicht nur mit Idioten zu tun.

Offline jacky

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #46 am: 29.01.2014 22:08 Uhr »
aber der Ripper sollte jemand gewesen sein, der ohne solche Erkrankung eine extreme, tief verwurzelte Variante von Frustration, Wut und Hass manifestiert mit sich herumtrug.

Sagt wer?
Irgendwie nervt mich das. Ist es dir wohl möglich Thorsten mal etwas Sinnvolles zu posten?

Herzlichen Dank!
jacky

Gordan

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #47 am: 29.01.2014 22:22 Uhr »
Hallo jacky!

Ja, es ist mir möglich. Mach`s vor.  ;)

Thorsten

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #48 am: 29.01.2014 22:27 Uhr »
????

Bin ich sinnlos?
jacky, kleingeschrieben: Wo sind denn Deine bemerkenswerten Beiträge? Ich habe das Forum durchforstet, finde sie aber nicht.

hiy.

Offline Snoopy_Support

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #49 am: 29.01.2014 22:31 Uhr »
Guten Abend,

bitte beim Thema bleiben, Danke!

Gruß

Offline thomas schachner

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #50 am: 29.01.2014 22:49 Uhr »
ich stimme snoopy voll und ganz zu!

thorsten > es hatte wohl einen grund warum du dich damals abgemeldet hattest, obwohl ich das nicht befürworten kann, gleich die dorset street zu verlassen, nur weil ein paar regentropfen auf dich niederprasseln, falls du mir folgen kannst...
wenn du jetzt aber hier nur wieder auftauchst, um stress mit leuten zu suchen oder alte fehden aufflammen zu lassen oder zu ende zu bringen, würde ich dich bitten unser forum einfach wieder zu verlassen.

danke für die aufmerksamkeit

gruss
thomas.
<~> any propaganda is good propaganda, as long as they spell your name right <~>

Offline jacky

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #51 am: 29.01.2014 23:16 Uhr »
Hallo Lestrade!
Zitat von: Lestrade link=topic=783.msg25288#msg25288 date=1390747529[/quote
Hatte Deeming wirklich Syphilis?  Frustration, Wut und Hass kann man sicherlich durch solche Erkrankung zu spüren bekommen aber der Ripper sollte jemand gewesen sein, der ohne solche Erkrankung eine extreme, tief verwurzelte Variante von Frustration, Wut und Hass manifestiert mit sich herumtrug. Eine Syphilis könnte dann der berühmte letzte Tropfen gewesen sein, der das Fass zum überlaufen brachte… könnte aber auch ohne jene zum Serienkiller geworden sein…
Gedankenspiele!

Es wird in euren vielzitierten Links ja beschrieben: Die offenbar enge Bindung zur Mutter, der Tod könnte traumatisch gewesen sein, vielleicht Hassliebe, ich weiß es nicht. Später wird er ja beschrieben als würde er ständig die Aufmerksamkeit suchen auf negative Weise, andererseits versteht er es ja offenbar auch, Frauen zu umgarnen. Da er ja nun schon als Kleinkrimineller angefangen hat, kam mir der Gedanke, ob er die Damen nach Finanzen erwählt hat. Dazu habe ich jetzt aber nichts gefunden. In Australien will er dann aber offenbar selber Geld verdienen und seiner Frau zur Versorgung Geld schicken. Gut, er mag impulsiv gewesen sein, warum er seine Familie umbrachte, ist mir ein Rätsel. Ich finde dann aber den Bogen nicht zu den Rippermorden. Warum sollte er jetzt einen Hass auf Prostituierte haben, wenn es ihm dann auch wichtig war sich darzustellen? Ich finde wie gesagt den Bezug nicht so ganz. Und wenn das stimmt mit seiner Erkrankung kann das sicher auch ein Auslöser für die Morde gewesen sein, aber irgendwie kann ich das nicht ganz glauben. Dagegen spricht mir schon die Unterschiedlichkeit der Behandlung der getöteten Frauen.

Zitat
Deeming ging doch sehr überlegt vor, empfand auch etwas für Frauen, da war nicht ganz solch ein Fehlen menschlicher Gefühle wie beim Ripper.
Meinst du die Morde an seiner Familie? Nun, um das zu beurteilen müßte man sich noch der Psychologie kundig machen. Wenn ich seine Fürsorge sehe, das Schicken von Geld, im Kontrast zum aggressiven Verhalten hat er zumindest sehr gespaltene Gefühle gehabt. Wir werden es wohl nicht mehr herausbekommen. Nun ja, beim Ripper sind auf jeden Fall auch Gefühle im Spiel, würde da aber schon von blanken Hass ausgehen sowie keine Bindung zu den Opfern. Wenn man es so sieht, könnte man ja behaupten, dass er seine Familie noch sorgsam bestattet hat.  :scratch_one-s_head: Ist schon echt schwierig das alles so zu beurteilen. Oder wir überlegen mal, was sonst dazu führen kann seine Familie auszulöschen, da fiele mir jetzt nur Existenznot ein oder sowas wie eine Psychose, aber ob man da so "strategisch" vorgehen kann, weiß ich eben nicht.

Viele Grüße!
jacky

PS:
Zitat
So, while undoubtedly a cold-blooded murderer, it’s unlikely that Deeming was Jack the Ripper.
Quelle: http://saucyjacky.wordpress.com/suspects/frederick-deeming/  Ich mag das auch so sehen.
« Letzte Änderung: 29.01.2014 23:45 Uhr von jacky »

Offline Lestrade

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #52 am: 30.01.2014 10:54 Uhr »
Hallo jacky,

Frustration, Wut und Hass sind ein guter Einstieg. Sie sind natürlich auch menschliche Gefühle. Dem Ripper fehlte es ganz sicherlich an “humaneren“ Gefühlen und die meinte ich eigentlich damit. Als da wären Mitgefühl, Liebe und Frohsinn. Jedenfalls sollten diese nicht in einem ausreichenden Maße vorhanden gewesen sein.

Und wie ich neulich schon erwähnte, ich finde, dass Verdächtige (und Mörder) wie Deeming oder auch Bury, “bessere“ Verdächtige sind als so manch einer, der dafür ebenfalls Erwähnung erfährt. Das macht sie noch lange nicht zum Ripper. Und wie ebenfalls schon geäußert, denke ich, auch wenn sie dem Ripper bereits “nahekommen“, dass sie dennoch ein ganzes Stück von der Persönlichkeit des Rippers entfernt sind. Hätten Verdächtige wie Charles Ludwig oder Jacob Isenschmid keine Alibis, wären sie ganz sicher die bessere Variante als ein Deeming oder Bury.

Jack the Ripper war ein Lustmörder mit einem bestimmten Modus Operandi und was hat damit erst einmal ein Deeming zu tun? Garnichts! Er hätte also mit zwei vollkommen unterschiedlichen Motiven agieren müssen. Wie wahrscheinlich ist das? Eher sehr unwahrscheinlich.

In meiner Betrachtungsweise mangelt es der ganzen Ripperologie an einer Vorstellung der Persönlichkeit von Jack the Ripper. Nur ganz wenige haben dafür einen Blick, ein Gefühl, ein Bild. Dabei sprechen seine Taten eine Sprache, die in eine ganz bestimmte Richtung geht. Es ist natürlich schwierig, sich das alles in Kategorien zu packen. Vor allem dann, wenn dies auch nicht wirklich möglich ist. Dabei gibt es natürlich immer wieder klassische Beispiele, andere wiederum, kann man nur in eine Richtung schieben, sie in etwa einordnen. Das trifft auf alle Kategorien zu. Oftmals erfüllen solche Kandidaten viele Bedingungen, verschiedener Kategorien, dann gilt es, die stärksten Eigenschaften herauszuarbeiten, um sich ein Urteil bilden zu können oder eine Richtung vorzugeben. Es gibt viele Menschen, die an den verschiedensten Persönlichkeitsstörungen leiden. Und es gibt einige, die Erfüllen von jeder Kategorie der Persönlichkeitsstörung 1-2 Merkmale und sind somit schwer einzuordnen. Bei vielen fällt die Einordnung ganz leicht, weil sie alle Bedingungen für eine ganz spezielle Störung erfüllen.

Jack the Ripper war ein desorganisierter Täter. Zumindest sollte er das überwiegend gewesen sein. Man unterteil in organisiert, desorganisiert und gemischt. Es bedeutet nicht, dass Jack the Ripper vollkommen desorganisiert war, er könnte teilweise organisiert vorgegangen sein aber die Tendenz geht in die Richtung desorganisierter Täter. Das macht ihn natürlich auch zu einem Gelegenheitskiller. Das heißt, wenn sich die Gelegenheit bietet und es für ihn stimmt, dann schlägt er zu. Nun kann man (un-) organisiertes Verhalten und Gelegenheit ganz genau unter die Lupen nehmen, es auf bestimmte Verhalten oder Ereignisse beziehen und dort vermessen und es dadurch unterschiedlich betrachten. Man käme immer wieder zu neuen Überlegungen. Aber auch hier gilt die Richtung in die es geht, es muss nicht immer alles zu 100% erfüllt werden. Die Gelegenheit, ist wohl eher etwas Planloses. Aber was bedeutet geplant oder ungeplant? Auch hier muss man immer eine Richtung herausarbeiten, die am stärksten erscheint. Schwierig wird es natürlich, wenn man bestimmte Verhaltensweisen des Rippers in einen Konsens damit bringen will. Da wären die Wochenend-/Feiertagsmorde. Das erscheint erst einmal sehr planvoll. Es kann aber auch andere Gründe haben aber gerade bei dem zu erwartenden Ripper- Typ sollte man damit vorsichtig sein. Es kann bedeuten, dass er nur an diesen Tagen allein war oder es schlicht und einfach eine Macke war. Der Grund kann etwas sein, was wir gar nicht erwarten. Aller Erfahrungen zufolge, war Jack the Ripper ein eher unorganisierter Täter, ein eher planlos vorgehender Gelegenheitskiller, der in dem Bereich wohnte oder arbeitete, in dem die Opfer gefunden wurden. So würde es auch heute die Polizei betrachten. Und erfahrungsgemäß sagt uns das auch noch eines: Im Hintergrund litt Jack the Ripper unter einer sehr schweren psychischen Erkrankung, die ihm nichts andere zuließ als das was er machte, unorganisiert, planlos und nicht viel beweglich zu sein. In Frage dafür kommen schizophrene Erkrankungen bzw. eine Mischform solcher Krankheitsbilder. Diese Erkrankung machte ihn nicht zum Killer aber sie beeinflusste ihn darin und prägte vor allen eines, seine Handschrift. Diese Erkrankung prägt auch, als auch viele andere Komponente, die immer, mit vielen, Hand in Hand gehende Sexualität. Und das machte ihn dann am Ende zu einem Lustmörder mit einer eben dazu entstandenen extremen sexuellen Perversion. Am Ende fallen da viele ungünstige Dinge zusammen. Vieles läuft da parallel, traumatische Erlebnisse in der Überzahl. Überhaupt war der Ripper ein total traumatisierter Mensch. Stellen wir uns einmal vor, dass ein normaler Junge in der Schule, während seiner erwachenden Sexualität, vor einer Lehrerin lernen muss die, in engen Jeans und Stiefeln, an der Tafel unterrichtet. Er schwärmt für Sie, muss aber erfahren, dass Sie das alles andere als erwidern kann, falls diese es überhaupt mitbekommt. Er erfährt eventuell sogar Strafe oder Gewalt durch Sie in welcher Form sich das auch immer zeigen würde. Nun könnte er das in seiner sexuellen Fantasie kompensieren, indem er seine Enttäuschung darüber in einer analen Penetration Ausdruck verleiht. Zunächst als Fantasie. Im späteren Leben könnte er durch eine andere Frau an die Lehrerein erinnert werden. Er kommt ihn Kontakt mit ihr und er könnte (bewusster oder unbewusster) diese früher entstandene Fantasie mit ihr umsetzen wollen. Nun, das passiert alltäglich, mit normalen, gesunden Menschen und gilt nicht (mehr) als pervers in der Gesellschaft. Aber die Kombination enge Jeans, hohe Stiefeln und Analverkehr ist eben auch ein Fetisch und kann einem das ganze Leben begleiten. Nun stellen wir uns einen schwer gestörten Menschen vor, mit einer stark ausgeprägten Persönlichkeitsstörung, der extrem traumatisiert ist und der im Laufe der Jahre eine solche Perversion verinnerlicht hat, dass es eigentlich für uns in keinster Weise vorstellbar ist, dann erscheint uns dieser Junge mit seinem Fetisch wie ein Chorknabe. Aber mit dieser extremen Perversion, kämen wir den Ripper in seiner Persönlichkeit wieder ein Stück näher.

Schizophrene Erkrankungen sind weit verbreitet, treffen auf alle Gesellschaftsschichten zu, gehören zu unserem Leben. Aber ein Schizophrener wird (zusätzlich durch viele andere negative Dinge geprägt) gefährlich, wenn er Hass und Tötungsfantasien entwickelt hat, eine sehr, sehr gefährliche und unberechenbare Person. Und es wird dann so aussehen, wie es bei Nichols, Chapman, Stride, Eddowes und Kelly aussah. Deshalb kann der Ripper nur ein Täter gewesen sein, bei dem diese Erkrankung im Hintergrund eine Rolle spielte, sich aber ganz vordergründig bei den Taten zeigte und wiederspiegelte. Deeming kann vielleicht solche Anteile dieses Tätertyps gezeigt haben aber er war letztendlich eine ganz andere Kategorie. Ich bin sicherlich kein Deeming Experte aber weiß dennoch einiges über ihn. Aber meiner Meinung nach reicht das aus, um zu sagen, dass er nicht Jack the Ripper gewesen sein kann.

Jack the Ripper ist schon eine eher seltene Form des Sereinkillers, wobei ich vorsichtig mit dem Wort “selten“ sein möchte. Aber er ist in gewisser Sicht schon einzigartig aber das sind auch andere Serienkiller, egal aus welcher Kategorie. Egal wie ähnlich sie sich auch sein können, ihre Individualität macht sie immer wieder einzigartig. Auch dabei spielen wieder bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten eine Rolle. Die Intelligenz zum Beispiel. Hatten wir es mit einem “dummen“, durchschnittlichen oder schlauen Ripper zu tun, also einer Person mit (paranoider/hebephrener) Schizophrenie im Hintergrund? Jede Variante hätte sich vielleicht anders dargestellt. Intuitiv würde ich sagen, er war von durchschnittlicher Intelligenz.

Wie können wir uns ihn als Einstieg vorstellen? Ich denke, folgendes Video dazu ist interessant:

http://www.youtube.com/watch?v=bWaFqw8XnpA

Ich denke, gerade die erste Person könnte sich so verhalten haben, wie der Ripper in einer Befragung durch die Polizei. Selbsttötungsgedanken oder die Angst getötet zu werden kann sich eben auch anders zeigen, nämlich in dem Wahn, andere töten zu müssen. Auch die Frau ist interessant, weil sein offenbar ihre ernsthafte Erkrankung noch etwas Komisches abgewinnen kann, trotz ihrer riesigen Angst und ihres nicht gerade situationsbedingten Verhaltens. Auch ein mögliches Ripper- Verhalten, was zu erwarten wäre. Beim letzten scheint mir die Krankheit sehr offensichtlich.

Und man beachte, diese Menschen sehen ja nicht schrecklich oder gefährlich aus, sie reden eben nur wirres Zeug. Und so würde ich mir den Ripper vorstellen.

Im Vergleich zum Ripper empfehle ich immer gerne Richard Trenton Chase. Welche kann man noch nennen, um sie mit dem Ripper zu vergleichen.

Also neben Chase wären da noch Mullin, Napper, Clark, Sappington, Miyazaki, Dzumagaliev, Toole, McCauley, Negromonte, Cocaigne, Corona, Bryan und Lawson.

Manche erscheinen dicht am Ripper dran, manche weiter weg aber die Schwierigkeiten der Einschätzungen habe ich bereits weiter oben erwähnt. Aber in ihren Hintergründen spielt diese Erkrankungen eben eine Rolle und man erfährt durch diese eben auch die Breite der Möglichkeiten, die sich dabei zeigen können.

Ted Bundy und Jeffrey Dahmer taten nur so, wohl auch Berkowitz und Sutcliffe. Sie sind weniger bis gar nicht mit dem Ripper zu vergleichen.

Hier einige Links zu diesen Killern:

http://criminalminds.wikia.com/wiki/Richard_Chase
http://criminalminds.wikia.com/wiki/Robert_Napper
http://criminalminds.wikia.com/wiki/Herbert_Mullin
http://murderpedia.org/male.C/c/clark-hadden.htm
http://www.serien-killer.com/000000968e11c0e2b/53735996aa0cb7301/537359994c0b4c307/index.html
http://murderpedia.org/male.S/s/sappington-marc.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Ottis_Toole
http://www.serien-killer.com/000000968e11c0e2b/537359998c0aa2506/537359994c0b96a10/index.html
http://murderpedia.org/male.B/b/bryan-peter.htm
http://www.trutv.com/library/crime/blog/article/brazils-alleged-cannibal-trio-killed-women-in-rituals-and-sold-pies-made-with-their-flesh/index.html
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1288327/Cannibal-killer-Nicolas-Cocaign-murdered-ate-cellmate-dirty-look.html
http://murderpedia.org/male.E/e/erskine-kenneth.htm
http://www.dailymail.co.uk/news/article-1158908/Schizophrenic-serial-killer-murdered-people-attack-inspired-horror-film-failed-NHS.html

Hier noch etwas als Datei, wer möchte:

http://www.tba2.org/tba_files/TCCA/2007/mccauleyb_103107.pdf

Noch andere, dazu passende Links:

http://www.psychologytoday.com/blog/blame-the-amygdala/201301/what-would-we-find-wrong-in-the-brain-serial-killer
http://crime.answers.com/cases/schizophrenic-murderers-of-the-20th-century
http://wiki.answers.com/Q/What_serial_killers_were_schizophrenic?#slide=1

Ottis Toole muss man einfach mal gesehen haben:

http://www.youtube.com/watch?v=yomDO79Ls1c
http://www.youtube.com/watch?v=HdUNBZYzRww

Und nicht zu vergessen Andrew Goldstein:

http://topics.nytimes.com/top/reference/timestopics/people/g/andrew_goldstein/

Ich bin froh etwas über Deeming oder Bury in diesen Foren zum Thema zu lesen. Aber eben nur im Bezug zur Ripporologie allgemein, weil diese tatsächlichen und überführten Killer realistischer zu Thema passen als viele, sagen wir mal, fiktive Arbeiten und Themen. Dennoch würde ich Deeming niemals als ernsthaften Ripper Kandidaten betrachten.  

Viele Grüße zurück,

Lestrade.






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Offline academyfightsong

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #53 am: 30.01.2014 12:02 Uhr »
Hallo Lestrade,

es tut mir sehr Leid, aber ich muss mal ganz kurz vom Thema abkommen. Ich bin zwar in den letzten Jahren fast nur noch als Leser hier im Forum unterwegs, aber ich finde deine Beiträge zu 99% exzellent. Hut ab! Ich wünsche mir des öfteren, man könnte einzelne Beiträge bewerten.  :good:

Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

Offline jacky

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #54 am: 30.01.2014 13:46 Uhr »
Hallo Lestrade!

Herzlichen Dank für deine Ausführungen! Sie treffen schon alle meine Gedanken sehr ausführlich. Auch deine Vergleiche zu mehr oder weniger recht aktuellen Tätern finde ich sehr beachtlich! Klasse!

Ich erwarte ja keine Wunder, wäre aber der ganzen Geschichte sehr gerne auf die Spur gekommen. Ich schließe nun Deeming für mich ganz aus. Das ist eben die Lücke die da klafft wie du auch dargestellt hast. Die Tötungen von Jack scheinen rein sexuell geprägt zu sein. Ich denke man darf sie in Sachen Deeming wirklich scharf zurückweisen.

So kann man mal sehen wie verwirrend Dokumentationen sein können. Es gibt, wie mir dann auffiel, keinerlei wirkliche Spuren. Die Aufenthalte im East End wurden dann eher so zurecht gezimmert. Klar, mag anders wohl gar nicht gehen, aber wenn das als Forschungsarbeit durchginge- oh weh! Ich halte das auch nicht für sonderlich realistisch durch die Welt zu reisen und dann mal da mal dort abzusteigen und zu töten und zudem auf diese grausame Weise.

Was ich ja noch ganz kurios fand, ist, dass sich Deeming zu den Rippermorden bekannte. Das paßt für mich insofern in sein Profil als das er ja die Aufmerksamkeit gesucht hatte. So hat er seinen Tod nochmal direkt inszeniert und scheinbar ein Geheimnis mit ins Grab genommen.  :biggrin: Ein sexuell motivierter Täter hätte das vermutlich anders dargestellt und den Fokus auf seine Tat selbst gelegt. Letztlich hat sich dann ja der wahre Täter offenbar nicht bekannt.

Für mich ist Deeming also raus. Ich würde mich gerne jemand neuen zuwenden. Wen hast du denn als Vorschlag Lestrade?

Viele Grüße!
jacky

Offline Lestrade

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #55 am: 30.01.2014 15:46 Uhr »
@academyfightsong:

Vielen herzlichen Dank für dein Lob, das ist sehr liebenswürdig von Dir. Leider macht mich nichts unsicherer als das und somit muss ich auch mal zu einer Ablenklung (Übersprunghandlung) greifen. Deshalb hier etwas zum schmunzeln:

http://www.youtube.com/watch?v=3HPReIRfRb0

@jacky:

Wie Du bereits geschrieben hast, Deeming verlinkte sich selbst mit Jack the Ripper, genau wie Bury. Deshalb gibt es schon gute Gründe sie zu erforschen, deshalb gebührt ihnen ein Platz in der Ripperologie. Sie waren dazu eben auch Mörder und ihre Opfer zeigten entsprechende Verletzungen. Doch auch die Opferkunde, wie auch die bereits schon anderen erwähnten Aspekte, schließen sie als Ripper (eigentlich) aus.

Ich bin überzeugt und hier dafür auch bekannt (spame damit ja auch das Forum zu), Aaron Kozminski für Jack the Ripper zu halten. Ich denke auch, dass er der Killer war den wir alle so verzweifelt suchen. Zumindest sollte er im Ripper- Fall DER Hauptverdächtige der Londoner Polizei gewesen sein. Aber auch “Verdächtige“ wie David Cohen, Jacob Levy oder Hyam Hyams sind für mich interessante Personen. Sollte keiner von ihnen der Ripper gewesen sein, so werden sie aber seiner Persönlichkeit sehr ähnlich gewesen sein. Auch hier wieder besonders die Person von Aaron Kozminski. Rob House, der Aaron Kozminski Experte überhaupt, meinte neulich, dass es rein theoretisch möglich wäre, dass eben jener Kozminski in der Anstalt in Leavesden so etwas von sich gab, wie es andere Personen im Ripper Fall (Deeming, Bury) auch taten, nämlich zu erzählen, dass sie der Whitechapel Mörder waren. Aaron Kozminski kam ja 1894 aus Colney Hatch nach Leavesden, wo er 1919 dann auch starb. Nur fehlen dort, im Gegensatz zu Colney Hatch, fast alle Unterlagen. Das kann natürlich vielerlei Gründe haben aber die Akten sind eben auch nicht aufzufinden. Rob war wohl vor kurzen wieder an den Leavesden Unterlagen dran aber fand nichts. Was auch immer mit den Unterlagen vieler Personen aus diesem Zeitraum passiert sein mag, Aaron Kozminski´s Unterlagen müssen dann nicht in jedem Falle dabei gewesen sein, sondern könnten irgendwann schon vorher andere Wege genommen haben. Diese Unterlagen hätten dann auch sicherlich ein Foto von ihm enthalten. Stellt man sich vor, dass es einigen Personen bekannt gewesen wäre, dass er der vermeintliche Ripper war, dann könnten Unterlagen, aufgrund solch einer Äußerung seinerseits, zur Entfernung der Akten geführt haben. Und diese Akten könnten sich noch irgendwo befinden und eines Tages entdeckt werden. Er war viele Jahre in Anstalten und es besteht eine kleine Chance, dass er einmal darüber sprach, sei es auch nur in einem vor sich Hingemurmel (vielleicht auch mit Täterwissen). In so einem Falle, wäre es viel belastender als im Falle eines Deeming oder Bury.

Viele Grüße,

Lestrade.
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Offline Lestrat

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #56 am: 30.01.2014 17:51 Uhr »
Hallo,

also so schnell würde ich Deeming als Ripper nicht ausschließen. Es gibt immerhin einige gute Spuren die mit den wenigen Hinweisen die wir haben zumindest zusammen passen:

Deeming hatte die Zeit, die Möglichkeit und ein Motiv

er hat gezeigt das er (im Gegensatz zu vielen anderen Ripper Verdächtigen wirklich morden konnte)

bei seiner Verhaftung hatte er mehr als 20 Messer bei sich

er hatte "Gehirnfieber" war 2 Jahre an Syphilis erkrankt und sein Vater wurde Wahnsinnig

er paßt sehr gut zu den Zeugen Aussagen: der Ripper wurde von der Polizei wie folgt beschrieben " Alter 30 Jahre, rund 1,70 Meter Groß, heller Teint, blonder Oberlippenbart, durchschnittlicher Körperbau

Deeming war 1,68 groß, war 35 Jahre alt und hatte einen hellen Teint mit hellem Schnurrbart, da er eine größere Menge an Kleidung besaß würde dies auch die verschiedenen Beschreibungen (wie bereits erwähnt) erklären

UND: Deeming wurde an einer der Mordnächte (entweder beim Chapmann oder beim Double Event) von einer Zeugin im East End erkannt

jacky
Zitat
Die Tötungen von Jack scheinen rein sexuell geprägt zu sein. Ich denke man darf sie in Sachen Deeming wirklich scharf zurückweisen.

Nun ich weiß natürlich (zum Glück) nicht wie so ein Verrückter "denkt" jedoch wäre es doch möglich das sich Deeming ursprünglich "nur" an den Prostituierten rächen wollte, beim morden jedoch auch eine andere Seite in ihm herrauf gekommen ist die ihren Spaß daran hatte  :unknown:

Zitat
Ich halte das auch nicht für sonderlich realistisch durch die Welt zu reisen und dann mal da mal dort abzusteigen und zu töten und zudem auf diese grausame Weise.

Wir wissen ja gar nicht wo sich Deeming zur Zeit der Ripper Morde aufhielt, er lebte ja auch längere Zeit in England und gab zu oft in London gewesen zu sein. Außerdem wenn ich mir überlege das er SEINE EIGENEN KINDER ermordet hat, ich weiß nicht aber meiner Meinung nach gibt es nichts grausameres!

Es ist halt etwas blöd immer nur mit dem wenigen Wissen zu arbeiten das ich z.Z. über Deeming habe, und ich möchte mir das große "Schluß Plädoyer" aufheben bis ich noch mehr zusammen gekratzt habe, aber da Deeming zur Zeit ja heiß disskutiert wird habe ich ja schon mal ein paar Sachen "aufgefahren".

Es stellen sich für mich Hauptsächlich 2 Fragen: Wäre Deeming wirklich zu solchen Taten fähig gewesen und falls ja, warum hat er damit aufgehört?  :scratch_one-s_head:

Lestrat



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Offline Lestrat

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #57 am: 30.01.2014 17:59 Uhr »
Ach so,

dem Lob von academyfightsong und jacky möchte ich mich sehr gerne anschließen egal um was es geht es kommt immer eine fundierte Info /Meinung von dir genauso wie deine Beiträge.

(Ein Lob von einem der sich noch nicht mit der Kosminski/Kozminsky Theorie anfreunden kann, aber immer noch lernfähig und nach (fast) allen Seiten offen und daher nicht ganz dicht ist  :pardon:)

Lestrat

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Offline Lestrade

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #58 am: 30.01.2014 18:35 Uhr »
Danke Lestrat,

Wie gesagt, ich bin nicht der Deeming Fachmann, meine mich aber zu erinnern, dass er gar nicht in London zur Zeit der Morde war. Wohl aber in Südafrika. Neulich las ich bei Rumbelow, das er da sogar im Knast oder zumindest in Gewahrsam war und das zur Zeit der Morde. Hat Deeming nicht sogar nur zwei Morde gebeichtet? Wer hat dann die anderen Ripper Morde begangen? Vieles bei ihm ist in der Tat nur Erzählerei und Geschichten. Er passt da halt ganz gut in die ganzen Jack the Ripper Typen ala Bury, Feigenbaum, Chapman, Cream, die ja alle angeblich der Ripper waren. Was mir dabei auffällt ist, dass da gerne Männer verdächtigt werden, der Ripper gewesen zu sein, die ihre Frauen und Partnerinnen um die Ecke brachten. Ich mache mir daher eher Gedanken um die Fantasie, dass diese Ehefrauenmörder auch der Ripper gewesen sein sollen oder gar müssen. Darin sehe ich alle Frauen gleichgesetzt als Prostituierte und dies könnte ein Indiz dafür sein, ein doch recht gestörtes Frauenbild zu besitzen. John Douglas sagte einmal, dass die Ripperologie mehr über die Hobbydetektive aussagt, als über den Ripper selbst (oder zumindest so ähnlich). Letztendlich kann man die Liste noch mit Michael Kidney, John Kelly und Joseph Barnett weiterführen, die alle mit Ripper- Opfern liiert waren. Was in Gottes Namen soll einen Ehemann oder Partner dazu veranlassen NEBEN seiner Frau oder Partnerin auch noch andere Frauen abzuschlachten? Das ist doch Mumpitz. Zumindest ich verstehe das nicht, ich kann dahinter keine wirkliche Logik erkennen. Und wenn ich bei Autoren wie Paul Begg, einen der größten Spezialisten im Ripper Fall, feststelle, dass er sich eigentlich überhaupt nicht um einen Verdächtigen wie Deeming “kümmert“, dann gibt mir das in eine Richtung zu denken, nämlich in die, dass dieser Verdächtige keine Rolle spielte. Vielleicht habe ich es auch einfach nicht mitbekommen. Vielleicht tötete Deeming mehr wie diese Frauen, der Taten er wegen hingerichtet wurde aber die hießen nicht Polly Nichols, Annie Chapman, Liz Stride, Kate Eddowes oder Mary Kelly. Ich meine, ich finde es gut, dass Du da so hartnäckig bist aber ich würde da nicht auf einen Erfolg hoffen aber immerhin auf eine Erfahrung.

Weiterhin viel Glück bei deinen Bemühungen zum Thema Deeming.

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Offline jacky

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Re: Frederick Deeming
« Antwort #59 am: 30.01.2014 18:41 Uhr »
Hallo Lestrade!

Dann werde ich mich auf Aaron Kozminski stürzen demnächst.

Dem anderen Lestrat sei noch gesagt, dass jeder zum Mörder werden kann unter bestimmten Bedingungen. Mir sind die Fakten für Deeming zu dünn. Haben wir ja alles erörtert. Jetzt wandere ich weiter zum nächsten verdächtigen Täter.

Liebe Grüße!
jacky