Autor Thema: Mythos Jack the Ripper  (Gelesen 6881 mal)

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Offline jacky

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Mythos Jack the Ripper
« am: 31.01.2014 00:43 Uhr »
Hallo Leute,

ist ja witzig, da suche ich Dokumentationen und schwupp ist es heute in der ZDF Mediathek... lach mich wech!

Also hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/1840760/Mythos-Jack-the-Ripper

Aber Achtung, das wird nur eine Woche zur Verfügung stehen!

jacky

Offline Lestrade

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #1 am: 31.01.2014 01:59 Uhr »
Was für Robin Napper Deeming ist, ist für Trevor Marriott der Deutsche Feigenbaum und für Mei Trow eben Robert Mann:

http://www.youtube.com/watch?v=JteZ29RoODE

http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/howaboutthat/6261360/Jack-the-Rippers-identity-finally-uncovered.html

Alle Drei ermitteln knallhart mit dramatischer Musik. Für mich ganz klar, Deebaumann muss Jack the Ripper gewesen sein. Mit Dramatik die dankbaren Interessierten manipulieren oder, wie ich es sage, für doof verkaufen. Wie in der Werbung, schön bunt das Produkt verpacken das ich gar nicht brauche. Ich werde auch bald zu den “Tatorten“ fahren und meine forensischen Ermittlungen aufnehmen. Dann brauche ich noch ein großes Büro ala CSI wo ich auf modernen Tafeln Notizen mache, und werde mich als großer Detektiv verkleiden, mit Trenchcoat und Aktenkoffer, ach nee, ich mache einen auf Columbo ohne Köfferchen. Gehe dann auch zu Scotland Yard, um etwas Bemerkenswertes zu entdecken, was den Idioten da selber noch nicht aufgefallen ist. Ich weiß nur noch nicht was. Aber ich meine Mike Covell im Video gesehen zu haben. War bis dahin das einzig gescheite…

Ach, nicht zu vergessen die Cornwall mit ihrem Sickert und der dazugehörigen Doku, fällt mir gerade noch ein. Auch da eindeutig bewiesen, dass er der Ripper war. Der Fall Deeming wirkt wie eine Kopie von der Cornwall Nummer. Jetzt kommt der Schal, was für eine ekelhafte Schauspielerei, ich mach aus…
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Offline academyfightsong

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #2 am: 31.01.2014 12:16 Uhr »
Zitat
Alle Drei ermitteln knallhart mit dramatischer Musik. Für mich ganz klar, Deebaumann muss Jack the Ripper gewesen sein. Mit Dramatik die dankbaren Interessierten manipulieren oder, wie ich es sage, für doof verkaufen. Wie in der Werbung, schön bunt das Produkt verpacken das ich gar nicht brauche. Ich werde auch bald zu den “Tatorten“ fahren und meine forensischen Ermittlungen aufnehmen. Dann brauche ich noch ein großes Büro ala CSI wo ich auf modernen Tafeln Notizen mache, und werde mich als großer Detektiv verkleiden, mit Trenchcoat und Aktenkoffer, ach nee, ich mache einen auf Columbo ohne Köfferchen. Gehe dann auch zu Scotland Yard, um etwas Bemerkenswertes zu entdecken, was den Idioten da selber noch nicht aufgefallen ist. Ich weiß nur noch nicht was. Aber ich meine Mike Covell im Video gesehen zu haben. War bis dahin das einzig gescheite…

Ach, nicht zu vergessen die Cornwall mit ihrem Sickert und der dazugehörigen Doku, fällt mir gerade noch ein. Auch da eindeutig bewiesen, dass er der Ripper war. Der Fall Deeming wirkt wie eine Kopie von der Cornwall Nummer. Jetzt kommt der Schal, was für eine ekelhafte Schauspielerei, ich mach aus…

Lestrade trifft mal wieder genau den Nagel auf den Kopf.  :good:

Offline Lestrade

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #3 am: 31.01.2014 13:00 Uhr »
Ich finde, dass diese Doku diesen absolut würdigen Verdächtigen, durch das ganze Drumherum, einfach an Ernsthaftigkeit nimmt.

Unsere Diskussion aus den letzten Tagen erscheint mir viel realistischer als diese Dokumentation hier. Das mag man anders sehen aber das gab es alles schon, gibt es jetzt und wird sich wohl noch oft wiederholen. Vor kurzen schaute ich mal wieder in eine Doku über JtR. Innerhalb von 2 Minuten gab es 20 grauenvolle Schreie, nach 20 aufblitzenden Messern untermalt mit Geräuschen aus einer Schlachterei. Reißerisch, einfach reißerisch. Und warum? Weil die Mehrzahl der Zuschauer ausschaltet, wenn nicht genug Grauenhaftigkeit an den Tag gebracht wird. Wer will schon nüchterne Fakten ohne ausreichend Blut daran? Ich finde das krank. Schade eigentlich für Deeming und die Leute, die ihn ernsthaft betrachten möchten.

Deeming wurde angeblich in der Nacht des Double Events gesehen. Das wären dann die Opfer Stride und Eddowes gewesen. Er bekannt sich ja zu den letzten beiden Opfern. Bei den K5 heißen dazu aber die Opfer Eddowes und Kelly. Nimmt man aber alle möglichen Ripper Taten, dann wären die letzten beiden sicherlich Mackenzie und Coles gewesen. Bei der letzteren saß er allerdings in Hull im Knast. 

Natürlich weiß man nicht genau, wo er in den Jahren 1888/89 wirklich war. Jetzt allein mal nur für den Zeitraum. Da kann man viel spekulieren. Hab ja schon gesagt, dass er vielleicht wirklich sogar in London war, im East End von mir aus. Es gab zu diesem Zeitpunkt ja auch noch andere aktive Serienkiller dort, zumindest noch einen, siehe die Torsefunde. Dazu muss man nicht zwangsläufig alle Todesfälle dem Ripper zuordnen. Siehe eben Mackenzie und Coles oder auch Emma Smith. Da gab es ja auch die Attacken an Millwood und Wilson. So kann dort eben auch ein anderer späterer Mörder und Serienkiller vor Ort gewesen sein, Deeming nämlich. Das alles macht ihn noch lange nicht zum Mörder der K5.

Wir haben in den letzten Tagen ja viel über ihn diskutiert. Deeming wusste immer noch recht gut, was er tat, wenn man das überhaupt so sagen kann. Er war organisiert, mobil und konnte noch viele Dinge des Alltags verrichten. Wenn jemand erwartet, dass der wahre Jack the Ripper (mit seinen bekannten Opfern) noch um die Welt reisen konnte, der sollte sich darin ganz sicher irren. Der Ripper war jemand, der emotional vollkommen fertig war. Egal was mit ihm passiert ist, hätte er weitermachen können, wäre er sicherlich erwischt worden. Dieser Mann war fertig mit der Welt. Deeming hatte ganz sicherlich seine Probleme und war familiär auch vorbelastet, Hirnfieber und möglicherweise Syphilis (er behauptet das ja offensichtlich von sich selber) machten aus ihm einen nicht mehr gesunden Mann aber er schaffte immer noch beachtlich viel, nämlich mit seinen Ehefrauen in Beziehungen zu sein, Kinder zu haben und seine kriminellen Machenschaften im großen Stil durchzuführen, zu fliehen und um die Welt zu reisen. Jeder darf natürlich glauben, was er will oder was er aufgrund seiner Informationen kann aber in Deeming mit seiner Energie den Ripper zu sehen halte ich (und ganz viele andere) für unmöglich. Der Ripper sollte schon lange nicht mehr (jedenfalls freiwillig) die Grenzen des East End verlassen haben und von einer Energie eines Deeming bestenfalls geträumt haben. Deeming ist ein Mörder, ein Serienkiller, ein Betrüger erster Klasse gewesen und hat sicherlich noch viel mehr auf dem Kerbholz als wir wissen. Doch er hatte kein Motiv die Prostituierten im EastEnd zu töten, Organe mitzunehmen und evtl. als Kannibale aktiv zu werden. Nicht einmal die Syphilis wäre ein Grund dafür, falls er diese überhaupt jemals hatte. Syphilis hatte eine Menge Menschen zu jener Zeit und sie hassten dafür ihre Verursacher und das traf nicht nur auf Männer zu.     

Nun lasse ich Deeming mal Deeming sein, es ist ja etwas für ihn angekündigt worden. Das warte ich jetzt einfach mal ab.
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Offline Lestrat

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #4 am: 31.01.2014 14:36 Uhr »
Hallo,

natürlich möchte ich euch zustimmen was die Aufmachung dieser "Dokumentation" (nennen wir es lieber Bericht) angeht, aber wie ihr auch schon erwähntet muß es etwas reißerich aufgezogen werden damit nicht so an dem Thema interessierte wie wir nicht gleich abschalten. Ich persönlich fand diese Sendung recht interressant, um sich einen kleinen Überblick über Deeming zu verschaffen. Mehr Hintergrundwissen muß man sich natürlich noch aneignen, aber immerhin ein erster kleiner Keim ist schon gewachsen.

Das mit dem Schal / der DNS ist halt etwas blöd rüber gekommen, aber warum nicht? Was haben wir den zu verlieren (außer etwas Zeit). Das ist ja gerade was der damaligen Polizei gefehlt hat, die Forensik. Ob natürlich heute noch verwertbare Spuren existieren?

Robin Napper jetzt mit Cornwall zu vergleichen finde ich nicht ganz fair. Immerhin hat er ja mal seine Brötchen als Chef Inspector verdient

http://internationaljusticeconference.com/forensic-expert-speakers/robin-napper/

ich denke auch nicht das bei Scotland Yard jeder "Penner" ein und aus gehen darf. Die Frage ist doch die: warum wurden damals Verdächtige wie Deeming oder Bury nicht ernsthafter auf ihre eventuellen Verwicklungen in die Mord Serie überprüft? 

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Offline Lestrade

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #5 am: 31.01.2014 15:06 Uhr »
Robin Napper jetzt mit Cornwall zu vergleichen finde ich nicht ganz fair. Immerhin hat er ja mal seine Brötchen als Chef Inspector verdient

Das muss nicht automatisch gut sein. Ich weiß wer Napper ist. Ich habe ihn nicht mit Cornwall verglichen sondern die Aufmachung der Stories und zusätzlich mit anderen “Aufdeckern“ und ihren Hauptverdächtigen.

Ex- Polizisten gibt es eine Menge im Fall. Auch der eingangs erwähnte Trevor Marriott gehört dazu. Stewart Evans auch. Neulich gab es erst wieder einen Ex-Polizisten aus Sheffield der den Fall löste.

ich denke auch nicht das bei Scotland Yard jeder "Penner" ein und aus gehen darf.

Ist das jetzt auf mich bezogen?
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Offline Lestrat

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #6 am: 31.01.2014 15:19 Uhr »
Lestrade

Zitat
Ist das jetzt auf mich bezogen?

Natürlich NICHT (ich meinte Napper).

Sowas ist nicht mein Stil (es sei denn man PRODUZIERT mich oder wie das heißt  :diablo:)

Lestrat

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Offline Lestrade

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #7 am: 31.01.2014 15:25 Uhr »
Ich steh drauf... :good:

Bis nacher...
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Offline jacky

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #8 am: 03.02.2014 19:17 Uhr »
Hallo,

ich wollte ja etwas zu dieser Dokumentation schreiben. Ich lasse das mal nebenher laufen. Ich hoffe, ich bekomme das einigermaßen hin.  :blush:

Zunächst stand für mich persönlich die DNA Untersuchung im Vordergrund, worauf ich mich natürlich gefreut habe, was im Ergebnis ja leider nichts hergab. Plötzlich wurde nun recht kurz spekuliert, dass es sich um eine Frau handeln könnte als Täterin.  :wacko1:

Zu Beginn gab es in der Dokumentation zunächst grob einen Überblick zu Deeming, was ja auch OK ist. Bis es dann losging und Mr. Napper seine Recherche begann um zu beweisen, dass Deeming Jack the Ripper war. Dazu wurde Deemings Lebensgeschichte rekonstruiert mit den Morden an seinen Ehefrauen und Kindern, seine Reisen, Festnahmen, Gefängnisaufenthalten wie auch sein Charakter.

Nun müssen ja auch die Zeiten der Rippermorde gefüllt werden:
Dann wird es erst interessant: Deeming gab zu die letzten beiden Morde in Whitechapel begangen zu haben, was von Detective Corsey (???; zu dem habe ich nichts gefunden oder der Name ist jetzt falsch geschrieben) aufgenommen wurde. Anschließend wurde festgestellt, dass es eine Lücke gibt und Deeming offenbar nicht im Gefängnis einsaß während der Rippermorde. Deemings Einreise nach Liverpool wird leider nicht mit Datum untermauert. So wurde nun versucht diese Lücke zu füllen. Heute würde man vermutlich dazu sagen, dass ein Bewegungsprofil erstellt wird.

Der Bezug zwischen Deeming und den Rippermorden wurde nun so in Zusammenhang gebracht, dass er die Prostituierten nicht wie seine Frauen und Kinder begraben bzw. verstecken mußte, weil zu diesen Personen keine persönliche Beziehung bestand. Letztlich blieb in der Dokumentation nur der Vergleich zwischen dem Strangulieren und dem Schnitt durch die Kehle, die die Taten vergleichbar machten. Als Motiv wurde der Hass auf Prostituierte aufgrund der Ansteckung mit Syphilis herausgearbeitet. Auch eine gute Bahnverbindung nach London reichte dann natürlich nicht aus, die von Deeming, laut seiner Schwägerin, häufig genutzt wurde.  :nea: Stressfaktoren wie die Geburt von Deemings Tochter könnten ein Auslöser für die Rippermorde gewesen sein. Aber da frage ich mich natürlich auch warum diese Erkrankung nicht auf das Kind übertragen wurde. (Das ist aber jetzt meine Fragestellung  ;)) Auch die Schädelrekonstruktion, wie auch die Beurteilung des Körperbaus Deemings fand ich nicht weiter hilfreich, sollte aber wohl unterstreichen, dass er von einer "Zeugin" unter einem seiner falschen Namen erkannt wurde. bzw. es könnte zeigen, dass Deeming eine auffällige Person gewesen sein könnte, der nicht einem Durchschnittsbürger entspricht.

Es fanden sich weder auf dem Schal, der von einem Opfer der Rippermorde stammen soll noch auf einen Brief, der vom Ripper stammen soll DNA von Deeming. Auch die Schriftvergleiche von Deemings "Testament" und den Ripperbriefen ergaben kein positives Ergebnis.

Die letzte Untersuchung eines Ripperbriefes wurde auch einer DNA Untersuchung unterzogen, zeigte aber im Ergebnis eine weibliche DNA. Das zog die Idee nach sich, dass es sich um die DNA der Frau von Deeming gehandelt haben könnte, was aber auch nicht bewiesen werden konnte.

Tja, nach diesen Untersuchungen "müßte" Deeming Jack the Ripper sein.

Für mich ist das alles kein Beweis.  :unknown:

Ich habe mir versucht Mühe zu geben mit dem Beitrag. Wenn etwas unklar sein sollte, fragt gerne nach. Ich bin leider gerade wieder etwas kryptisch unterwegs.

Viele Grüße!
jacky

Offline Lestrade

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #9 am: 03.02.2014 20:35 Uhr »
Ich wollte zwar Deeming vorerst Deeming sein lassen (was ich nun auch wirklich tue) aber das fand ich noch und vielleicht interessiert es euch auch:

http://trove.nla.gov.au/ndp/del/article/69703813

Man kann da auch blättern aber möglicherweise ändern sich dabei die linke Zeile. Dann muss man die Seite noch einmal ganz neu aufrufen.
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Offline jacky

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #10 am: 03.02.2014 20:39 Uhr »
Ja, die Seite ist etwas anstrengend.

jacky

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #11 am: 08.02.2014 14:27 Uhr »
Hi Jacky,

Zitat
Für mich ist das alles kein Beweis.

Einen Beweis für die Täterschaft wirst du (leider) bei keinem der uns Bekannten Verdächtigen finden. Deswegen sitzen wir und viele andere ja hier und "reden" über die Ripper Morde.

Ich finde es ist schon sehr bemerkenswert das man (fast) jede Theorie begründen kann (manche halt mehr und andere halt weniger) wer der Ripper war.

Meiner Meinung nach wußten nicht einmal die damaligen Ermittler 100 Prozentig wer der Ripper war, es gab Verdächtige und Vermutungen, aber keine Beweise.

Grüße

Lestrat
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Offline jacky

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #12 am: 08.02.2014 21:31 Uhr »
Hallo Lestrat!

In einem Filmbeitrag, weiß jetzt nicht, ob es dieser war, wurde gesagt, dass die Forensik noch nicht so weit war. Das ist natürlich klar. Aber ich habe so den Eindruck, dass Morde an Prostituierten nicht wirklich einen hohen Stellenwert hatten. Ich habe aber auch keine Ahnung welche Rolle sie gespielt haben in der damaligen Zeit in England.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass solche blutigen Taten einfach unbemerkt blieben und das sogar noch trotz intensiver Polizeistreife. Alles ist eben merkwürdig.  :unknown:

jacky

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Re: Mythos Jack the Ripper
« Antwort #13 am: 09.02.2014 13:40 Uhr »
Hi  jacky,

ja wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, war das in diesem Beitrag. Die Forensik gab es noch nicht bzw. sie steckte noch in den Kinderschuhen. Man konnte damals wohl noch nicht einmal Tier von Menschenblut unterscheiden. Das hat den Ermittlern das Leben sicherlich sehr schwer gemacht. Im Prinzip hätten sie wohl den Ripper mit der Mordwaffe in der Hand über seinem Opfer erwischen müssen.

Auch der Typ des Serienmörders war damals wohl ziemlich neu und daher hatte die Polizei keine Erfahrung wie man gegen solche Mörder erfolgreich ermitteln kann. Das alles und eine Riesen Portion Glück (oder Kaltblütigkeit und Militärische Planung (was ich aber nicht glaube)) waren auf der Seite des Rippers.

Ob man von Anfang an mit "voller" Kraft ermittelte, möchte ich auch etwas bezweifeln doch mit immer weiteren Morden und dem riesigen Öffentlichen Interesse, es schalteten sich ja schließlich der Innen Minister, der Premier Minister und sogar die Königin ein, denke ich schon das man alles damals mögliche Versucht hat. Zumindest fast alles, es gab wohl noch die Möglichkeit ein Kopfgeld auszusetzen was ja wohl (zumindest soweit ich jetzt aus dem Gedächtnis weiß) von Offizieller Seite nicht getan wurde, sondern lediglich von Privat Leuten, auch ein Straferlass für eventuelle Komplizen/Mitwisser wurde wohl diskutiert aber soweit ich weiß nicht Öffentlich gemacht. Möglicherweise hätte die Polizei auch enger mit den Bürgerwehren zusammen arbeiten können. Doch viel mehr war wohl damals nicht möglich. :unknown:

Lestrat

P.S. Bin ja z.Z. über Deeming am lesen und du hattest wohl eine Frage als was er gearbeitet hat (Gass Fitter), also er hat wohl zeitweise als Monteur für Gasleitungen gearbeitet und später hat er selbst ein Geschäft für Gas Verschraubungen bzw. Gasleitungs Zubehör geführt.
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