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Filme, Dokumentationen etc. / Das Monster von Florenz!
« Letzter Beitrag von Lestrade am 23.10.2017 14:44 Uhr »
Hallo!

Eher durch Zufall habe ich diese Dokumentation entdeckt. Für Interessierte des Jack the Ripper Falls durchaus sehr interessant. Offenbar scheint es eine ganze Reihe derartiger Dokus zu geben, ich war mir dem aber bisher nicht wirklich bewusst. Vielleicht ist die ein oder andere dieser Dokus ebenfalls sehr sehenswert.

https://www.youtube.com/watch?v=SFXmx5MGWFA

Beste Grüße, Lestrade.
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Filme, Dokumentationen etc. / Re: Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von Cannon am 01.10.2017 16:56 Uhr »
Danke Arthur!

Die Diskussionen um eventuelle frühere und spätere Opfer – außer den K5 – verfolge ich hier im Forum seit einiger Zeit. Darüber steht auch in Büchern einiges.
Ich stimme mit Dir überein, ohne großes Glück (Auffinden von Dokumenten) wird es sich wohl nie klären lassen, ob es andere Morde gab, die man JTR zuschreiben kann. Selbst die K5 sind nicht 100% das letzte Wort.  EBEN DESHALB wunderte es mich, wie selbstverständlich in dieser Doku der Mord an Tabram als JTR Mord gewertet wurde.
Wenn ein Interessierter sich diese Doku anschaut und ansonsten noch nichts über dieses Thema weiß, muss er zwangsläufig von 6 Morden ausgehen.  Ich weiß nicht, vielleicht geht „der harte Kern“ der Ripperforscher eindeutig davon aus, dass Tabram ein Ripperopfer war?
Der Thomas Schachner hat schon Recht, was machen wir ohne ihn,
wenn seine Identität d o c h geklärt werden kann??? Haha
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Filme, Dokumentationen etc. / Re: Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von Arthur Dent 2 am 30.09.2017 13:09 Uhr »
Hallo Cannon!


Ich fand die Doku auch sehr gut, um Interesse an dem Fall zu wecken, ohne den Zuschauern gleich einen "heißen Kandidaten" aufdrücken zu wollen.

Was Martha Tabram angeht, so denke ich, es wird wohl so lange keine Einigkeit über die genaue Zahl von JTRs Opfern herrschen, bis neue eindeutige Beweismittel dazu auftauchen - also vermutlich nie.
Für die einen ist Tabram ein früher Mord von JTR, für andere zählen wegen gewisser Unterschiede Stride oder Kelly nicht dazu - und es gibt hierfür, je nach Sichtweise, mehr oder weniger überzeugende Argumente dafür oder dagegen.
Aber das ist ja nicht selten bei Serienmördern, dass über die genaue Anzahl ihrer Opfer Unklarheit herrscht, insbesondere wenn sie nicht identifiziert und überführt werden konnten.
Schließlich lernen auch Serienmörder aus ihren Taten und entwickeln ihre Vorgehensweise weiter, entdecken vielleicht auch während der ersten Taten langsam erst, was ihnen für die Befriedigung ihrer Triebe besonders wichtig ist - und selbstverständlich ist auch jede Tat allein schon wegen der Unterschiede der Randbedingungen anders. Insbesondere die ersten Morde, die ersten "Gehversuche", unterscheiden sich daher oft von den späteren Taten.

Für mich erscheint es jedenfalls plausibel, dass Tabram ein frühes Opfer von JTR war: Das Opferprofil passt auf sie, ebenso die Umstände der Tat wie Tatzeit, der von extremem Gefühlen zeugende exzessive Angriff mit einem Messer vor allem auf Hals und Unterleib, der Tatort (öffentlich zugängliches Treppenhaus, wo Prostituierte sich mit Freiern zurückzogen) im Zentrum von JTRs späteren Aktivitäten, ihre Auffindesituation...
Wahrscheinlich gab es auch schon früher gewalttätige Übergriffe von JTR auf Frauen, die jedoch noch nicht mit Mord endeten.
 
Als mögliche späte Opfer von JTR sehen einige Ripperologen außerdem noch Alice McKenzie (1889) und Frances Coles (1891) an - was ich persönlich zwar für denkbar halte, aber nicht so wahrscheinlich wie Tabram.


MfG, Arthur Dent
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Filme, Dokumentationen etc. / Re: Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von Cannon am 29.09.2017 21:50 Uhr »
Guten Abend!
In vielen Dokus, die man bei „YouTube“ sehen kann, wird versucht, einen Täter zu präsentieren, wobei oft eine Art Tunnelblick Regie führt. Die kurze Doku auf ARTE fand ich deshalb gelungen, auch wenn einiges ausgespart wurde.
Überrascht war ich, mit wie viel Selbstverständlichkeit von Martha Tabram als Opfer Jack The Rippers gesprochen wurde! Ist sich darüber die Ripperologie (so gut wie) einig?
Müssen wir fortan von den „K6“ sprechen?

Liebe Grüsse, der dicke Cannon
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Filme, Dokumentationen etc. / Re: Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von Lestrade am 27.09.2017 14:54 Uhr »
Hallo esm!

Ich kannte die Serie bis dato auch nicht aber mir gefiel diese kurze Doku ebenfalls sehr gut. Gerade im Bezug zum Titel, “Kriminalfälle die Geschichte machten“. Wie Du treffend formulierst “angenehm unaufgeregt“. Von der nachfolgenden Sendung mit Fritze Haarmann bekam ich nur ein paar Minuten stückchenweise mit, da mir die Zeit fehlte. Hätte ich gerne einmal verglichen. Ich fand einfach gut, wie man auf das damalige Leben und auch auf dem noch heute bestehenden Interesse einging, indem man auf die Darstellung der Ripperologie verwies, dem Merchandise und die Vermarktung des Themas allgemein. So kann man es auch machen. Kleine Fehler, wie das Eddowes Stunden nach Stride ermordet wurde, das nicht allein Whitechapel betroffen war, kann man dabei vernachlässigen und muss nicht kleinlich werden. Ich habe sie mir auch aufgenommen und werde sie alsbald noch einmal schauen. Leider blieb Jack the Ripper sehr “ungesehen“, hier hätte man auch auf Zeugen verweisen können, sowie auch weitere Polizeiarbeit bzw. auf die bekannten Beamten außer, dass über 80 Personen verhaftet und wieder freigelassen wurden. Die Cornwell zeigt man im Bezug zu Sickert, Russel Edwards aber ohne seinen Bezug. Hutchinsons Astrachan Man zeigt man, schließt ihn aber aus, in seinem Aufzug durch das East End marschiert zu sein. Das die feinen Herrschaften das so gut wie kaum taten, sollte schon klar sein aber es gab auch dort Menschen, die etwas besser situiert waren, aus welchen Gründen auch immer. Von Boxern aus dieser Zeit ist bekannt, dass sie, dort lebend, durchaus wie die Zuhälter auf den Straßen spazierten. Aber für den Zeitrahmen fand ich es insgesamt wirklich gut. Bei Thomas Schachner fragt man sich natürlich, warum er hier ist und nicht in Hollywood. Ich fand es toll, wie er meinte, dass die Ripperologen den Fall überhaupt nicht gelöst haben wollen, weil sie sich dann fragen müssten: Was machen wir dann?

Wir hatten am Sonntag noch Freunde zu Besuch, die kürzlich in London ihre eigene Ripper Tour gemacht haben. Einige Fragen kamen auf, die sie nun noch einmal in der Doku beantwortet bekommen werden, welche sie ebenfalls aufgenommen haben.

Lestrade.   



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Filme, Dokumentationen etc. / Re: Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von esm am 26.09.2017 16:45 Uhr »
Ich kenn diese "Kriminalfälle"-Serie von arte nicht, aber dieser Beitrag zu jtr ist gelungen.
Kommt angenehm unaufgeregt daher und in Anbetracht der Kürze des Beitrages werden auch recht viele Facetten angeschnitten.

Daumen hoch für arte!
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Weitere Verdächtige / Re: Jacob Levy
« Letzter Beitrag von Lestrade am 26.09.2017 12:30 Uhr »
Hallo!

"Was Jack the Ripper a Slaughterman?
Human-Animal Violence and the World’s Most Infamous Serial Killer"
http://www.mdpi.com/2076-2615/7/4/30/htm

Andrew Knight arbeitet am Centre for Animal Welfare, Faculty of Humanities and Social Sciences, University of Winchester, Sparkford Road, Winchester SO22 4NR, UK
Katherine D. Watson an der School of History, Philosophy and Culture, Oxford Brookes University, Tonge Building, Gipsy Lane, Oxford OX3 0BP, UK

Im JTRForums sah ich eben eine Link, wo Andrew Knight zu Wort kommt:

https://www.youtube.com/watch?v=T45Z-hJ7lYI

Das sollte gut in diesen Faden passen.

Lestrade.
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Filme, Dokumentationen etc. / Kriminalfälle, die Geschichte machten!
« Letzter Beitrag von Lestrade am 22.09.2017 10:11 Uhr »
Kleiner Tipp:

Jack the Ripper - Der Mythos des Serienmörders, morgen, den 23.09. 2017 auf ARTE. Thomas Schachner kommt auch zu Wort.

http://programm.ard.de/?sendung=28724307408920&first=1

Viel Spaß,

Lestrade.
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Kosminski, Aaron / Re: Aaron Kozminski- Neubetrachtung der Quellen!
« Letzter Beitrag von Lestrade am 19.09.2017 15:00 Uhr »
Gerne Crow!

Wie gesagt, man/ ich kann da nur spekulieren. Sicherlich wird das nicht die Wahrheit sein aber es könnte in die richtige Richtung gehen. Anderson sprach ja auch von  “seinen (Kosminskis) Leuten“ die ihn schützten. Das könnte bedeuten, dass sie stets ein Auge auf ihn hatten oder dafür sorgten, dass er nicht ständig frei herumlief. Allerdings ging Aaron Kozminski im Dezember 1889 wohl alleine(?) mit einem Hund spazieren, dieser ohne Maulkorb, was ihm eine Anhörung und Strafe einbrachte. Geladen wurde er als Aaron Abrahams, er sagte aber aus, dass er eigentlich ein Kozminski ist. Nun können wir wieder spekulieren, ob er auch während diesen Vorfalls unter Observation stand oder nicht. Möglich wäre es ja, dass er vor einer ersten Einweisung, März 1889, observiert wurde und dann in der Zeit vor seiner Einweisung nach Colney Hatch im Februar 1891 und dazwischen eben nicht. Da gibt es ja für den Sommer 1890 auch eine Einweisung ins Arbeitshaus für ein paar Tage. Das wäre in meinen Augen aber auch ein guter Termin für die Seaside Home ID. Doch das habe ich hier im Forum hier und da schon beschrieben. Ich sehe seinen Fall eher als längeren Prozess und auf diesem Wege kann eine Menge passieren. Cox sagte übrigens, dass sein Verdächtiger schon den Eindruck auf ihn machte, zu wissen, dass er beobachtet wird. Bereits nach dem Double Event im Oktober 1888, sprechen Presseberichte über die Observation eines Verdächtigen, der dann nicht mehr aus dem Haus ging bzw. über jemanden, den man, als Patienten, in einem East End Krankenhaus überwachte. Cox erwähnte ja ebenfalls, dass sein Mann seine nächtlichen Aktivitäten auch alsbald einstellte.

Den Bemerkungen von Anderson und Swanson zufolge, waren ihnen der oder die Briefeschreiber bekannt. Geh mal über die Suchfunktion hier und gebe “Bulling“ ein. Ich persönlich denke, die Polizei hat alles versucht, um bei Kosminski fündig zu werden und dazu werden sie wohl auch seine Handschrift unter die Lupe genommen haben, sofern er denn dem Schrieben mächtig war, was ja gut möglich wäre. Anderson war wohl der Meinung, dass die Schrift an der Wand in der Goulston Street eine wichtige Spur hätten sein können. Sie wurde jedoch entfernt. Vielleicht spricht er hier von der Möglichkeit eines Vergleichs mit der Handschrift. Es gibt ein,- zwei Briefe, die ich interessant finde, u.a. den From Hell Brief mit der Niere. Diesen hätte man wohl mit der Handschrift von Kosminski verglichen. Wenn, dann hat das wohl nicht oder nicht ganz gepasst. Nun gut, wer weiß…

Man fand mal vor einiger Zeit einen Bericht aus einer Zeitung, einen Report nach dem Double Event. Jemand soll nach der Stride Attacke den Täter verfolgt haben. Er sollte nicht zum Club in der Berner Street am Dutfields Yard gehört haben. Möglich, dass man auf Pipeman anspielte, der den BS Man verfolgt haben könnte, während Schwartz eher das Weite suchte. Mehr ist darüber nicht bekannt und vielleicht stellte man hier einfach nur etwas falsch dar aber es ist auch eine gute Option für den Seaside Home Zeugen. Wie bereits erwähnt, sprach Swanson in der Familie von einem Mann, einem Zeugen, der etwas über die Bewegungen von Kosminski wusste. Nun haben wir an den Tatorten immer Zeugen, die wir benennen können, Mrs. Long in der Hanbury Street, Schwartz in der Berner Street, Lawende, Levy und Harris am Mitre Square als auch Hutchinson am Millers Court. Von Pipeman in der Berner Street kennen wir nicht die Identität. Genauso kennen wir auch die von Hutchinsons Astrachan Man nicht. Wenn diese beiden Männer nichts mit den Morden zu tun hatten, wären sie aber vielleicht gute Zeugen gewesen. Hutchinson wollte zumindest seinen Mann einige Tage später erneut gesehen haben. Ich schrieb zwar neulich eher über ein Szenario am Millers Court bezüglich des Seaside Home Zeugen, dennoch bleibe ich für andere Optionen, verständlicherweise, offen. Die Frage ist natürlich, warum ein Pipeman, in meinem Szenario, so spät der Polizei bekannt wurde. Angenommen, dieser Pipeman war am Ende vielleicht doch nicht ganz so einfach zu vertreiben gewesen, was tat er nach der Attacke an Stride? Kehrte er nach dem Vorfall in diesen Bereich zurück und konnte den Angreifer erneut sichten? Blieb er ihm auf den Fersen bis zum Mitre Square? Ohne vielleicht einen Mord direkt beobachtet zu haben, hätte er einen guten Blick auf den Angreifer zuvor gehabt und ihn dann, Minuten später, zum Mitre Square laufen gesehen haben können. So etwas würde zu Andersons “good view“ als auch zu Swansons  “Movements“ passen. War dieser Pipeman jener Zeuge, dann war er sicherlich von unschätzbarem Wert. Sah er Stride und BS Man, ihrem Angreifer (dem er ins Gesicht sah), einige Minuten bevor sie ermordet wurde und konnte dann, nach seiner Rückkehr den Mann irgendwie Richtung Mitre Square verfolgen, dann hätte es für Kosminski schlecht ausgesehen, wenn dieser Zeuge standhaft geblieben wäre. Wenn ich nach dem Grund suche, warum dieser Pipeman dann so spät zum Zeugen wurde, dann fällt mir ein, ob er nicht unter großen Schuldgefühlen gelitten haben könnte. Ging er zunächst aus der Situation am Eingang des Dutfields Yards hinaus, so wie Schwartz, kehrte dann aber eben zurück (anders als Schwartz), dann konnte er nicht unbedingt gewusst haben, dass jener Angreifer auch ein Mörder und Stride bereits tot ist. Wer weiß, vielleicht wollte er auch Hilfe holen und fand keinen Konstabler nach der Situation in der Berner Street und machte sich dann, vielleicht auch nur durch ein zufälliges erneutes Sehen des Angreifers auf dessen Spur, vielleicht nur um zu sehen, ob er herausfinden kann, wo dieser wohnt. Vielleicht war aber dann für ihn nahe Mitre Square Schluss. So etwas kann schwer auf der Seele eines Menschen liegen, der von sich glaubt, zwei Frauen hätte retten zu können. Kommt es dann doch zu einer Gegenüberstellung und der Zeuge erkennt einen Glaubensbruder in dem Verdächtigen wieder, dann können erneut Zweifel aufkommen, denn er hat den Mann zwar im Zwist mit Stride gesehen und ihn dann auch bis zum Mitre Square verfolgt aber eben keinen Mord beobachtet. Eine weitere Frage wäre natürlich, woher diese Zeitung diese Information hatte. Ich denke, dass es möglich ist, dass Schwartz verschiedene Angaben machte, auch aufgrund von “Übersetzungsfehlern“. Wie dem auch sei. Ich dachte ich schreibe meine Gedanken dazu einfach mal hier mit nieder.

Beste Grüße, Lestrade. 
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Kosminski, Aaron / Re: Aaron Kozminski- Neubetrachtung der Quellen!
« Letzter Beitrag von CRoW am 19.09.2017 12:50 Uhr »
Hi und erstmal vielen dank für die Zusammenfassung, ok das ergibt sinn. Das er es nicht riskieren konnte wenn er nun Obsaviert wurde.

Könnte man nicht die Briefe mit Aaron Handschrift vergleichen würde wenn sowas möglich ist??

mfg
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